„Eine Voraussetzung für unsere Angebote ist das glasfaserbasierte Netz der Versatel“, so Klaus Ebel, Leiter Business Development/Controlling der IHK-GfI.
IT-DIRECTOR: Herr Ebel, aus welchem Grund haben Sie ein UC-Projekt in Angriff genommen?
K. Ebel: Die IHK-GfI ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft sämtlicher IHKs und des DIHK. Wir betreiben das Weitverkehrsnetz für unseren Kundenkreis seit 2006. Wir wollen unseren Kunden neue Services bieten und sehen hier auch den Einstieg in das Thema Cloud Computing. Außerdem wollen wir unsere bestehenden Geschäftsmodelle dahingehend erweitern, dass wir – subsumiert unter dem Namen IT Location Service – hier einen weiteren Dienst platzieren.
Ein ganz wichtiges Ziel war es dabei, den Kammern ein performantes, hochverfügbares Weitverkehrsnetz zu bieten, damit diese den IT-Anforderungen und Veränderungen stets gerecht werden können. Gemessen an den von uns geschaffenen Voraussetzungen, also hohe Bandbreiten und glasfaserbasierte Anbindungen, gehen wir davon aus, hier die Voraussetzungen für eine Private Cloud geschaffen zu haben.
IT-DIRECTOR: Welche Anforderungen sollte die neue Lösung erfüllen?
K. Ebel: Wir sind ein zentraler Betreiber. Daher erhoffen wir uns, dass wir genau den Ansprüchen, die uns auch unsere Kunden stellen – also Leistung, Kostenreduktion, Preistransparenz und Flexibilität – gerecht werden können.
IT-DIRECTOR: Nach welchen Kriterien haben Sie den Anbieter ausgewählt?
K. Ebel: Eine Voraussetzung für unsere Angebote ist das glasfaserbasierte Netz der Versatel, über das wir ein bundesweites Weitverkehrsnetz auf MPLS-Basis aufbauen und damit auf sehr hohe Bandbreiten zurückgreifen können. Wenn das erreicht ist, muss sich die einzelne IHK keine Gedanken mehr darüber machen, inwieweit Datenpriorisierung auf den Leitungen stattzufinden hat oder inwieweit der Internet-Traffic die Performance beeinflusst. Das eröffnet uns wiederum große Chancen, neue Services wie zentrale Telefonie oder Cloud Computing anbieten zu können. Man könnte dann bei den IHKs darüber nachdenken, eigene Rechzentrumsstrukturen aufzugeben und auszulagern. Diese Entwicklung ist für uns natürlich sehr spannend. Sie eröffnet für unser Unternehmen wie auch für Versatel hohes Geschäftspotential.
IT-DIRECTOR: Inwiefern wird die neue Lösung Ihre Unternehmenskommunikation verändern?
K. Ebel: Wir sind von unserem Produktportfolio her bereits sehr breit aufgestellt. Künftig wollen wir aber noch weitere Themen angehen: So planen wir ein genau auf den IHK-Datenbestand ausgelegtes und die integrativen EVA-Bestandteile berücksichtigendes Dokumentenmanagementsystem. Ein weiterer Punkt ist ein Kundeninformationsmanagement, mit dem wir im Hinblick auf Kampagnen unser Portfolio durch eine zentrale Telefonanlageneinheit mit CTI-Funktionalität abrunden wollen.
Unser Hintergedanke ist: Wie schaffen wir es, den IHKs einen signifikanten Mehrwert zu schaffen? Die IT-Verantwortlichen in den einzelnen IHKs sind meist sehr stark ausgelastet, haben oft wenig personelle Ressourcen und stehen dennoch vor der Herausforderung, jetzt handeln zu müssen. So gibt es zum Teil noch uralte Telefonanlagen, die mit großem Zeitaufwand administriert werden müssen. Das sind oft unliebsame und kostspielige Aufgaben. Deshalb wollen wir hier einen Full Managed Service anbieten, sprich Hardware wie auch Service bereitstellen, so dass der IT-Verantwortliche vollends entlastet wird. So schaffen wir Mehrwerte und Kostenreduzierung für unsere Kunden.