Die Produkte von Kässeböhmer kommen in Küche, Bad oder Wohnmobil zum Einsatz. Zudem fertigt der Mittelständler ergonomische und höhenverstellbare Schreibtische für Schule und Büro.
Zu den Kernkompetenzen des mittelständischen Unternehmens gehört die Verarbeitung von Metallen zu Beschlägen und Auszügen. Kesseböhmer ist führend, wenn es um den Bau von raumsparenden Schränken und Tischen für Küche, Bad oder Wohnmobil geht. „Bislang haben wir Berichte zur Maschinenauslastung einen Monat nach der Produktion erstellt. Wenn wir auf ineffiziente Prozesse gestoßen sind, war es bereits zu spät, um entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, sagt Malte Lömker, Controller bei der Kesseböhmer GmbH in Bad Essen (Niedersachsen). „Heute verfügen wir in Echtzeit über Informationen zu unserem Produktionsbetrieb und können sofort eingreifen, wenn wir Engpässe oder ungenutzte Kapazitäten erkennen.“
Fundament für die standortübergreifende Produktionssteuerung ist Cognos von Sievers-Group und IBM: Mit der Lösung verwaltet Kesseböhmer seine unternehmerischen Kennzahlen einheitlich und nutzt deren Auswertungen für die insgesamt sieben Produktionsstandorte in Echtzeit. Das mittelständische Unternehmen realisiert mit der Business-Analytics-Lösung einen ersten Teil seiner Industrie-4.0-Strategie und stärkt seine Position als Spezialist für die Metallverarbeitung und die Fertigung von Beschlägen und Auszügen für Schränke und Tische.
Mögliche Gefahren und neue Geschäftschancen
Die Entscheidungsträger bei Kesseböhmer werden mit allen Informationen versorgt, die zur Steigerung der Geschäftsleistung benötigen werden: Trends, Muster und Abweichungen sowie Was-wäre-wenn-Szenarien lassen sich schneller identifizieren und durchrechnen. Die Lösung weist auf mögliche Gefahren und neue Geschäftschancen hin und steuert über Standorte hinweg die Ressourcen- und Fertigungsplanung.
Dank Cognos kann Kesseböhmer seine Daten aus zentralen IT-Systemen wie dem ERP (Enterprise Resource Planning) visualisieren und produktionsnahe Daten und Kennzahlen online auf einer Informationsplattform bereitstellen. Neue Erkenntnisse – etwa über die Fertigungsstandorte mit den geringsten Produktionskosten für bestimmte Artikel – werden an andere Standorte weitergegeben, um Best Practices mit allen Teams auszutauschen. Und auch wenn sich beim Anwender Ursprungsdaten ändern, werden diese automatisch an alle Berichte weitergegeben, sodass Mitarbeiter die Dokumente nicht mehr manuell aktualisieren müssen. Dadurch konnte Kesseböhmer den manuellen Arbeitsaufwand bei der Berichterstellung um monatlich rund zwei Tage senken.
Bildquelle: Kesseböhmer