20.03.2017 "Wir sind noch mitten in der Diskussion."

Cebit: Merkel und die Daten

Bei ihrer Cebit-Eröffnung am Sonntag machte sich Angela Merkel Gedanken über Daten, wem sie gehören, ob die EU dazu neue Regelungen einführen sollte und was vor allem die Automotive-Branche mit Daten bewegen kann.

Angela Merkel ist für einheitliche EU-Regelungen für das Eigentum an digitalen Daten. Foto: Michael Kappeler

Angela Merkel ist für einheitliche EU-Regelungen für das Eigentum an digitalen Daten. Foto: Michael Kappeler

Am Sonntagabend eröffnete die Bundeskanzlerin die Cebit in Hannover. Bezogen auf den Automobilsektor sagte sie, es sei wichtig, ob die Daten dem Autohersteller oder dem Softwarehersteller gehörten. Denn mit Daten über die Nutzer werde man wieder neue Produkte und Anwendungen herstellen können.

«Alles was Urheberrecht, was Eigentum an Daten anbelangt, da müssen wir noch die Rechtssetzung in Europa sehr schnell und sehr einheitlich durchführen», sagte Merkel.

«Wir haben Gesamtmobilitätskonzepte, in denen das Auto eine bestimmte Stellung haben wird. Aber auch beim Auto selbst haben wir revolutionäre Veränderungen», sagt die Kanzlerin. Die Digitalisierung sei einer «der Motoren der Veränderung». Deshalb fördere die Bundesregierung auch neue Mobilitätskonzepte.

Einheitliche EU-Regelungen gefordert

Bereits am Samstag hatte die Bundeskanzlerin einheitliche Regelungen in der EU für das Eigentum an digitalen Daten gefordert. Ziel sei ein digitaler europäischer Binnenmarkt. «Das heißt, wir müssen möglichst vergleichbare Rechtslagen in allen europäischen Ländern haben», sagt Merkel in einer am Samstag veröffentlichten Video-Botschaft.

Zum einen gehe es um den Umgang mit großen Datenmengen. Dazu sei die Datenschutzgrundverordnung wichtig. Zum anderen gehe es um eigentumsrechtliche Fragen. «Hier sind wir noch mitten in der Diskussion.»

dpa/rs

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