25.07.2017 Auf den Zahn gefühlt

Darum vertraut Flemming Dental auf Open Source

Von: Christoph Weß

Der Zahnersatzhersteller Flemming Dental setzt Open-Source-Lösungen für ein integriertes IT-Servicemanagement ein.

Bei der Auswahl der Lösungen standen zwei Aspekte im Vordergrund: die Offenheit der Produkte und die Kosten.

Die IT der 38 Standorte und Produktionsstätten von Flemming Dental wird vom Hauptsitz in Hamburg aus zentral überwacht. Für das IT-Servicemanagement setzt das Unternehmen auf offene Produkte: Open ITcockpit für das Infrastruktur-Monitoring und als zentrale Kontrollinstanz für die IT, I-doit als Configuration Management Database (CMDB) für die IT-Dokumentation und schließlich OTRS als Helpdesk-Lösung.

Bei der Auswahl der Lösungen standen zwei Aspekte im Vordergrund: die Offenheit der Produkte und die Kosten. „Wir haben ein günstiges System für IT-Service­management gesucht, das sich möglichst flexibel anpassen lässt. Unsere Wahl ist dann auf Open ITcockpit, I-doit und OTRS gefallen, weil es sich nicht um geschlossene Produkte wie die großer Lösungshersteller handelt, sondern um anpassungsfähige Systeme“, kommentiert Marcus Ellefsen von Flemming Dental die Produktauswahl. „Außerdem gab es mit IT-Novum einen Dienstleister, der Implementierung und Support für alle drei Lösungen anbietet.“

Das Anwenderunternehmen schätzt an den Lösungen die erweiterungsfähige Architektur. Dadurch kann die IT-Abteilung Anpassungen selbst vornehmen. Flexibilität hat sich Flemming Dental auch auf der Kostenseite bewahrt. „Die Tools sind im Vergleich zu großen Produktsui­ten günstiger. Das und die besseren Customizing-Möglichkeiten lassen uns einen größeren Spielraum für individuelle Anpassungen“, so Ellefsen.

Flemming Dental begann Mitte 2014 das Servicemanagement-Projekt mit der Einführung einer Configuration Management Database, um einen besseren Überblick über die IT-Infrastruktur zu erhalten. Zum Einsatz kam dafür die Dokumentations-Software I-doit. Nach der Erfassung aller Geräte und Services wurde Open ITcockpit Mitte 2015 als Monitoring-System eingeführt. Das Monitoring-System überwacht das komplette Firmennetzwerk und stellt dadurch die Erreichbarkeit der IT-Produktionssysteme in den 38 Stand­orten sicher. Das Monitoring umfasst Server, WAN, Infrastrukturapplikationen und eine Reihe von branchen- und produktionsspezifischen Anwendungen wie CAD/CAM. Ein Großbildschirm im Hauptsitz des Unternehmens erlaubt einen zentralen Blick auf alle wichtigen Services und ermöglicht ein schnelles Eingreifen, wenn es zu Störungen kommt. „Das Monitoring-System ist für uns der zentrale Einstiegspunkt in unsere IT geworden“, sagt Marcus Ellefsen. „Wenn ein Dienst nicht erreichbar ist, sehen wir das sofort und können entsprechend handeln.“

An dem System schätzt die IT-Abteilung, dass neue Checks schnell in die Oberfläche eingebunden werden können, ohne dass umständliche Konfigurationen nötig sind. „Wir kommen gut mit dem System zurecht, es ist leicht zu bedienen“, bestätigt Marcus Ellefsen. In I-doit erfasst der Zahnersatzhersteller die gesamte IT des Unternehmens. Neben der Hardware gehören dazu auch Client-Systeme, Client-Server-Systeme, Access Points und Router. Auch die Verwaltung der Lizenzen wickelt man in I-doit ab, u.a. für Microsoft-Office-Produkte und die Adobe Creative Suite, die in den Standorten für das Implantat-Design eingesetzt wird. Die Erfassung neuer Geräte oder Services läuft dabei automatisch ab. Auch Mitarbeiter außerhalb der IT-Abteilung haben Zugriff auf das System. So sehen z.B. die Leiter der Zahnlabors auf einen Blick, welche Systeme bei ihnen im Einsatz sind und ob wichtige Aktualisierungen anstehen. Diese Transparenz wird im Unternehmen sehr geschätzt und trägt zur Qualität der IT-Prozesse bei. Insgesamt erfasst Flemming Dental 800 Arbeitsplätze/Client-Systeme, 45 Hardware-Server, 150 virtuelle Server, 250 Datenbanken sowie andere Items in I-doit.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 06/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Für 2017 plant der Zahnspezialist die Anbindung des Ticketsystems OTRS an das Monitoring. Damit wird das Unternehmen sein Ziel eines umfassend integrierten Servicemanagements erreicht haben: „Wir wollen durchgängige Prozesse im ITSM-Bereich schaffen. Mit den heutigen Open-Source-Lösungen ist das machbar. Sie bieten die wichtigsten Funktionen und sind gleichzeitig gut integrierbar“, beschreibt Marcus Ellefsen die Situation.


Flemming Dental …
… ist eine Gruppe von gesellschaftsrechtlich zu einem Konzern zusammengeschlossenen ca. 40 Dentallaboren in Deutschland. Gegründet wurde sie 1998 als Aktiengesellschaft. Heutiger Hauptanteilseigner der Gruppe ist die DPH Dental Partner Holding GmbH mit Sitz in Hamburg. Bundesweit werden rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Dabei vertrauen über 2.500 Zahnarztpraxen der Gruppe, die mehr als 210.000 Aufträge im Jahr bearbeitet.


Bildquelle: Flemming Dental

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