21.09.2017 Know-how schwarz auf weiß

Den richtigen Colocation-Anbieter wählen

Von: Catrin Jansen-Steffe, Gesa Müller

Unternehmen, die kein eigenes Rechenzentrum ­betreiben, möchten dennoch eine hochverfügbare und sichere IT-Umgebung nutzen. Greifen sie dabei auf Cloud-Dienste zurück, muss die notwendige Performance gegeben sein.

Know-how schwarz auf weiß - nicht nur das sollte ein Colocation-Provider bieten können.

Mit der Auslagerung der gesamten IT-Infrastruktur, Teile dieser oder gar des gesamten Rechenzentrums beschäftigen sich viele Unternehmen. Dabei ist zu bedenken, dass zwar der Standort, nicht aber die Verantwortung verlagert werden. Denn der Anspruch jedes Unternehmens ist es, den IT-Betrieb in einer sicheren Umgebung rund um die Uhr aufrechtzuerhalten.

Möchte man keine eigene IT betreiben, ist die Wahl der richtigen Colocation entscheidend. Bei der Auslagerung handelt es sich um eine strategische Entscheidung. Die Abwägung des Für und Wider hinsichtlich der Kosten oder der Datensicherheit sollte stets gut durchdacht sein. Hier drängt sich die Frage nach den Bedürfnissen auf, die das Unternehmen definieren muss, um die richtige Entscheidung zur strukturellen Ausrichtung der IT zu treffen. Welche Faktoren muss man einbeziehen? Welche zukünftigen Anforderungen müssen bedacht werden? In welchem Umfang lagert man aus? Welche Auswirkungen hat die ­Auslagerung auf die Prozesse?

An dieser Stelle kann die Unterstützung von Experten hilfreich sein, die die richtigen Fragen stellen, Möglichkeiten eruieren, Infrastrukturen begutachten und bewerten. Das in Sankt Augustin ansässige, auf den Rechenzentrumsbetrieb spezialisierte Unternehmen Prior1 bietet mit seinem „Colo-Check“ eine Dienstleistung an, die Interessenten hinsichtlich ihrer Entscheidung zur Auslagerung in eine Colocation unterstützen soll. Dabei versetzt der Anbieter das jeweilige Unternehmen in die Lage, die Anforderungen und Vorstellungen eindeutig zu definieren sowie die vorhandenen Möglichkeiten gegenüberzustellen.

Konkret erfolgt dies, indem die Experten die Colocation-Anbieter anhand vordefinierter Faktoren bewerten. Es sind die systematische Vorgehensweise sowie die qualifizierte Begleitung im Auswahlprozess, anhand derer die Experten den Kunden im Rahmen des „Colo-Checks“ zur Seite stehen möchten. Sie bieten im Zuge dessen einen Workshop zur Klärung des gewünschten Leistungsinhalts an, erstellen den Anforderungskatalog, bewerten zu diesem Zweck den ­jeweiligen Colo-Anbieter und ­besprechen mit dem Kunden ­anschließend die Ergebnisse sowie eventuelle Alternativen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Dabei werden sowohl organisatorische, technische als auch kaufmännische Parameter herangezogen. Der Umgang mit der vorhandenen Technik, den Prozessen und Projekten sowie der allgemeine Betrieb des Colocation-Rechenzen-trums werden dabei beleuchtet. Und auch die technischen Voraussetzungen werden geprüft: Der Zustand der technischen Gebäudeausrüstung, wie die Kälte- und Raumluft-, Elektro- und Gefahrenmeldetechnik, sollten hier stets auf dem neuesten Stand sein. Geeignete Brandschutzmaßnahmen – sowohl von technischer als auch baulicher Seite – gehören ebenfalls zu den relevanten Faktoren. Der Verfügbarkeitsanspruch ist ein weiterer Punkt, bei dem keine Kompromisse gemacht werden sollten. Ein energieeffizienter Betrieb sowie die Möglichkeit, zu wachsen und sich zu entwickeln, runden die Leistungen eines zuverlässigen Colocation-Providers ab. Nicht zuletzt sind es einige kaufmännische Punkte, beispielsweise hinsichtlich der Investitionsausgaben, die eingehend betrachtet werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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