Arbeitswelt im Wandel

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist noch eine Baustelle

Unter dem Einfluss moderner Kommunikations- und IT-Technologie verändert sich die Arbeitswelt schneller als jemals zuvor. Sieben Schlüsselthesen zur Zukunft der Arbeitswelt, die internationale Experten im Rahmen einer mehrteiligen Studie aufgestellt haben, standen jetzt auf dem Prüfstand.

Michael Müller, Head of Product Line Management EMEA bei Dell - © Dell GmbH

„Mit den Ergebnissen der Studie liegen nun – erstmalig und international vergleichbar – belastbare Zahlen für die Einschätzung der zukünftigen Arbeitsplatzentwicklung durch die Arbeitnehmer vor.", sagt Michael Müller, Head of Product Line Management EMEA bei Dell in Frankfurt.

Wie verändert sich das Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern? Wie reagieren Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen auf die teils gravierenden Veränderungen am Arbeitsplatz? Nicht nur die Ressourcen, auch die Prozesse und die Beschäftigungsverhältnisse wandeln sich, und die Anforderungen von Unternehmen wie von Beschäftigen werden neu definiert.

Unter dem Titel "Evolving Workforce" haben Dell und Intel eine umfassende Studie in Auftrag gegeben, die die Entwicklung der Arbeitswelt in der Internet-Ära untersucht. Im ersten Teil dieser Studie waren von internationalen Experten Trends der Entwicklung der Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten und die Unternehmen identifiziert worden. Für den zweiten Teil der Studie wurden jetzt weltweit insgesamt 8.360 Beschäftigte in elf ausgesuchten Industrie- und Schwellenländern nach ihren Einschätzungen zu diesen Entwicklungen der Arbeitswelt befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Beschäftigte flexible Arbeitsstrukturen favorisieren und IT-Endgeräte mit auswählen wollen. Verstärkt entwickeln sich Arbeitnehmer zum Innovationstreiber in Unternehmen.

Mit 83 Prozent der weltweit Befragten sieht eine große Mehrheit der Beschäftigten im Internet und in anderen technologischen Entwicklungen ein Mittel, um die eigene Arbeit produktiver zu erledigen.70 Prozent aller Teilnehmer meinen außerdem, dass technologische Innovationen ihnen erlauben würden, sich mehr auf die von ihnen bevorzugten Arbeiten zu konzentrieren – in Deutschland vertreten diese Ansicht nur 63 Prozent. Neue Strukturen in der Arbeitswelt bedingen auch eine Veränderung herkömmlicher Arten der Leistungsmessung. Es zeigt sich, dass das Feststellen der Anwesenheitszeit dafür nicht mehr ausreicht. Lediglich 36 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Produktivität nach der im Büro verbrachten Arbeitszeit ermittelt wird. Bei 75 Prozent wird sie mehr nach qualitativen Aspekten, also nach dem eigentlichen Arbeitsergebnis beurteilt. Mit den modernen Kommunikationstechnologien sind die zentralen Ressourcen in hohem Maße ortsunabhängig verfügbar. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Organisation der Arbeitsprozesse, und feste Arbeitsorte und -zeiten sind nicht mehr zwingende Voraussetzung für reibungslose Abläufe. In der Studie sind 72 Prozent der Befragten der Auffassung, dass flexible Arbeitszeiten produktivere Arbeit ermöglichen.

Hohe Flexibilität, Arbeiten unterwegs und Consumerization of IT erlauben eine individuellere Gestaltung von Arbeitsprozessen. Damit stellt sich die Frage nach der Kontrolle der Mitarbeiter, die mit den neuen IT- und Kommunikationstechniken arbeiten. Hier geben 35 Prozent der Befragten an, dass die Unternehmen kontrollieren, wie sie ihre Arbeitszeit verbringen, wobei in großen Unternehmen mit 41 Prozent häufiger kontrolliert wird als in kleinen und mittleren mit lediglich 32 Prozent. Insgesamt 28 Prozent der weltweit Beschäftigten geben an, dass ihre E-Mails überwacht würden. In Deutschland liegt dieser Wert demgegenüber bei nur 16 Prozent.
Bezüglich der Qualität der IT-Infrastrukturen, scheinen die Beschäftigen im Allgemeinen von ihren Arbeitgebern nicht sehr überzeugt zu sein, was als ein deutlicher Hinweis auf die Ursachen des Trends zur Consumerization verstanden werden kann. Lediglich knapp die Hälfte der Befragen (48 Prozent) ist der Auffassung, in ihren Unternehmen würden die neuesten Technologien eingesetzt, in Deutschland sind es 55 Prozent.

„Jeder sieht und erlebt, dass sich mit der technologischen Entwicklung auch die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändert", erklärt Michael Müller, Head of Product Line Management EMEA bei Dell in Frankfurt. „Generell können wir feststellen, dass die Beschäftigten viel vom Einsatz moderner Technologie halten, dass aber noch überall die Strukturen entsprechend angepasst werden müssen. Das gilt beispielsweise bei der Bewertung der Arbeitsleistung, bei der Organisation der Arbeitsprozesse, aber auch bei der Bereitstellung moderner Systeme für die Beschäftigten."

Die Studienergebnisse stehen hier zur Verfügung.

www.dell.de

Bildquelle: © Dell GmbH

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