Ulrich Grillos Amtszeit endet

Dieter Kempf als neuer BDI-Präsident vorgeschlagen

Gemeinsam mit allen Vizepräsidenten will Ulrich Grillo, der derzeit amtierende BDI-Präsident, der Mitgliederversammlung im November 2016 empfehlen, Dieter Kempf zum Präsidenten des BDI 2017/18 zu wählen. Kempf selbst hat große Pläne, wenn ihm die Aufgabe zuteil wird.

Dieter Kempf

Dieter Kempf soll der neue BDI-Präsident werden – das schlägt Ulrich Grillo vor, der derzeit amtierende Präsident, dessen Amtszeit Ende 2016 planmäßig endet.

Dieter Kempf führte von 2011 bis 2015 als Präsident den BDI-Mitgliedsverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien). In dieser Zeit war er auch BDI-Vizepräsident. Von Juli 1996 bis März 2016 war er Vorstandsvorsitzender der Datev eG in Nürnberg, eines Software-Unternehmens mit rund 7.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 880 Mio. Euro.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre von 1973 bis 1978 in München arbeitete Kemp von 1978 bis 1991 bei Arthur & Young, heute Ernst & Young, seit 1989 als Partner (Geschäftsführer und Mitgesellschafter). Anschließend stieg er 1991 bei der Datev als Mitglied des Vorstands ein, verantwortlich für die Ressorts Produkt- und Software-Entwicklung. Ab 1992 war er stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, ab 1996 bis März 2016 Vorstandsvorsitzender.

Kempf ist außerdem Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche Messe AG (seit 2012) und des Marktforschers GfK SE (seit 2016), wo er als Vorsitzender des Audit Committee agiert. Seit 2005 ist er zudem Honorarprofessor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

„Nach vier Jahren an der Spitze der deutschen Industrie werde ich – wie es die Satzung als Regel vorsieht – nicht erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren”, sagte Ulrich Grillo, der seit 2012 BDI-Präsident ist und dessen zweite Amtszeit Ende 2016 planmäßig endet. „Damit ist der Zeitpunkt gekommen, und ich halte das für richtig, die Verantwortung für den BDI in neue Hände zu geben.“

Weiter erklärte Grillo: „Dieter Kempf war mir und dem BDI bereits in den vergangenen Monaten bei der Digitalisierung als Vertrauter und Ideengeber eine Unterstützung. Er hat die Expertise und bringt die langjährige verbandspolitische Erfahrung mit, die notwendig ist, um unsere Industrien und den Industriestandort Deutschland insgesamt beim Weg durch die vierte industrielle Revolution zu unterstützen.“

Dieter Kempf sagte: „Ulrich Grillo hat mir bereits vor einiger Zeit ein Angebot gemacht, das ich nicht ausschlagen konnte: an entscheidender Stelle, im wichtigsten Wirtschaftsverband dieses Landes, daran mitzuwirken, dass unserem Land die Digitalisierung gelingt.“ Jetzt müsse ein Spitzenverband Orientierung geben, immer konstruktiv, aber auch hart für die Sache, wenn es sein muss, unterstrich Kempf. „Ich will, dass wir in Deutschland die Digitalisierung zu einem großen Erfolg führen: für mehr Wachstum und Wohlstand, für mehr qualifizierte Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven unserer gesamten deutschen Industrie.“

Bildquelle: BDI

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