12.07.2017 SAP-Infrastruktur bei Reinigungsspezialist umgebaut

Echtzeit-IT aus der DXC Cloud für Kärcher

Der schwäbische Spezialist für Reinigungstechnik, Kärcher, setzt künftig auf Datenanalysen in Echtzeit. Zusammen mit DXC Technology hat Kärcher dafür die SAP-Infrastruktur in seinem Rechenzentrum umgebaut.

Das Familienunternehmen Kärcher, Reinigungsspezialist aus dem Schwabenland, beschäftigt in 67 Ländern und mehr als 110 Gesellschaften über 12.000 Mitarbeiter.

Künftig soll es möglich sein, große Mengen betriebswirtschaftlicher Kennzahlen mit Marktdaten in der Cloud abzugleichen und daraus Zukunftsanalysen zu erstellen. Zu diesem Zweck wurde die bestehende Data-Warehouse-Umgebung von DXC Technology auf SAP Business Warehouse (BW) powered by SAP Hana migriert. „In die Zukunft gerichtete Analysen werden in unseren Geschäftsbereichen immer wichtiger“, sagt Prof. Dr. Matthias Mehrtens, Vice President Information Systems bei Kärcher. „Mit unserer alten IT-Plattform konnten wir nur Daten aus der Vergangenheit auswerten – heute geht das in Echtzeit. Über 2.000 User in 110 Gesellschaften aus 67 Ländern nutzen das System heute – Tendenz steigend.“

DXC Technology betreibt die gesamte SAP-Infrastruktur für Kärcher in Form einer Cloud-Lösung aus einem Rechenzentrum in Deutschland. Die BW-Systeme, die sozusagen die Wissenszentrale des Anwenders sind, sollen in drei Monaten auf Hana migriert worden sein. Das Projekt startete mit einem Upgrade der SAP Business Intelligence (BI). Danach stellte das Team die Hana-Readiness des Systems her. Anschließend ging es an die konkrete Umsetzung – einschließlich des parallel dazu eingeführten Nearline-Storage-Systems, das heute durch eine Segmentierung der Daten zu einer Verringerung des Datenvolumens im Hauptspeicher sorgt. „Wir fühlen uns mit dem neuen System in den besten Händen“, ergänzt Mehrtens.

Die Kapazitäten von Hana sollen bei Kärcher künftig ausgebaut werden. Der Grund: Immer mehr Fachbereiche erkennen inzwischen die Möglichkeiten, die ihnen durch die schnelle In-Memory-Technologie geboten wird. „In der Vergangenheit haben wir vor allem in den Rückspiegel geschaut, also Daten aus der Vergangenheit ausgewertet. Dies reichte uns auf Dauer nicht mehr. Jetzt sind wir in der Lage, mit den Echtzeitdaten in die Zukunft gerichtete Analysen zu erstellen“, sagt Mehrtens.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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