Rund 850 Teilnehmer besuchten die EIM Days, eine Fachveranstaltung rund um das Informationsmanagement in Deutschland.
90 Prozent aller Unternehmensinhalte liegen heute in Form unstrukturierter Daten vor. Das Spektrum reicht von Dokumenten über E-Mails und Social-Media-Beiträge bis hin zu Multimedia-Inhalten. Stand früher das Ordnen und Wiederfinden im Vordergrund, sind die Anforderungen an ein modernes Informationsmanagement anspruchsvoller und vielfältiger geworden. Die permanente Verfügbarkeit von Daten und Dokumenten wird ebenso vorausgesetzt wie der orts- und geräteunabhängige Zugriff.
Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung eigener Softwarelösungen, aber auch durch strategische Akquisitionen hat Opentext sein Portfolio in Richtung eines ganzheitlichen Enterprise Information Managements erweitert. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein neues Paradigma des Informationsmanagements, bei dem Informationen als Anlagegüter betrachtet werden, die entscheidend zur Wertschöpfung eines Unternehmens beitragen. Zwar gibt es keine verbindliche Begriffsdefinition, Experten sind sich jedoch einig, dass EIM für die ganzheitliche Verwaltung aller Informationen im Unternehmen steht – unabhängig von Ort, Nutzer, Autor, erzeugendem System, Anwendung, Format, Device und Zeit. Die Technologie vereint hierzu funktionale Ansätze von Enterprise Content Management, Business Process Management, Enterprise Search, Business Intelligence, Governance Risk Compliance Management, Data Warehousing und Information Lifecycle Management. Zunehmend wird EIM als logische Weiterführung des Begriffs Enterprise Content Management verstanden.
Rund 850 Teilnehmer nutzten die diesjährigen EIM Days, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Gelegenheit dazu boten das Konferenzprogramm sowie die Informationsstände, an denen Partner wie Microsoft und SAP ihre Lösungsansätze demonstrierten. Einer der Hauptredner war Mark Barrenechea, Präsident und CEO von Opentext. Seinen Worten nach strebt der Anbieter die Marktführerschaft im EIM-Segment an. Um diese Position zu besetzen, sollen in den kommenden fünf Jahren rund 2 Mrd. Dollar investiert werden. Im Mittelpunkt steht nach seinen Worten der konsequente Ausbau des Applikationsangebots. „Unser Ziel ist es, uns von einem Akquirierer zu einem Innovator zu entwickeln“, so Barrenechea.
Dabei deckt das Portfolio des Anbieters bereits essentielle Bereiche des EIM-Konzepts ab: das Management von Unternehmensinformationen und -prozessen, die Optimierung des Arbeitens mit und Nutzens von Informationen und Abläufen, die geräte-, applikations- und systemübergreifende sowie situationsabhängige Bereitstellung von Informationen inklusive Austausch und die Informationsanalyse sowie -sicherheit. Diese Bereiche spiegeln sich in den fünf Lösungssparten des Anbieters wider: Enterprise Content Management (ECM), Business Process Management (BPM), Customer Experience Management (CEM), Information Exchange und Discovery.
Anlässlich der Veranstaltung wurden zudem neue Softwareprodukte vorgestellt. So hat man etwa mit Infofusion eine applikations- und systemunabhängige Plattform für den universellen Informationszugriff geschaffen. Sie enthält Werkzeuge für Datenintegration, Content-Migration, Datenarchivierung sowie für die Stilllegung von Altsystemen. Mittels zahlreicher Konnektoren zu Drittsystemen (u.a. IBM Filenet, EMC Documentum und Microsoft Sharepoint) sowie Funktionalitäten für die Analyse und Suche erhalten Anwender einen umfassenden Zugriff auf große Informationsmengen und können daraus resultierend fundierte Entscheidungen treffen, die sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Unternehmen erhalten die Möglichkeit, informationsbezogene Berechtigungen zu übertragen, zu kopieren, zu löschen und zu ändern, um Information Governance umzusetzen.
Bildquelle: Siegfried Dannehl