Rein rechnerisch reichen die Leitungen des Wasserverbands bis nach Australien.
Das Trinkwassernetz des OOWV zählt mit einer Gesamtlänge von 14.049 Kilometern zu den größten in Deutschland. Rein rechnerisch reichen die Leitungen bis nach Australien. Im Abwasserbereich summiert sich die Kanallänge auf 4.257 Kilometer. Die Anlagen und Leitungen sind allesamt in Datenbanken verzeichnet. Die verschiedenen Sparten wie Trinkwasser, Abwasserentsorgung oder Grundwassergewinnung arbeiten beim OOWV jedoch mit unterschiedlichen geografischen Informationssystemen. Das soll sich ändern: Innerhalb von drei Jahren wird die BTC die geografischen Informationssysteme (GIS) der verschiedenen Sparten des Wasserversorgers vereinheitlichen und modernisieren.
„Wir streben mehr Effizienz und Service für unsere Geschäftspartner und Kunden an. Bei Anfragen z.B. von Tiefbauunternehmen nach dem Verlauf des Trinkwassernetzes im Falle eines Rohrbruchs helfen spartenübergreifende Leitungsinformationen, um für die Schadensbehebung schnell und zuverlässig Auskunft zu geben“, erläutert OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht. Auch bei der Erschließung eines Neubaugebiets, bei der Trinkwasserleitungen und Abwasserrohre zu verlegen sind, ist ein System, das spartenübergreifende Analysen und Ansichten ermöglicht, vorteilhaft.
Genutzt werden die GI-Systeme, die die aktuellen Betriebsmittel- und Bestandsdaten einer Datenbank bei dem OOWV vorhalten, nicht nur für realitätsgetreue und zeitnahe Auskünfte, sondern auch für die Instandhaltung und das Störungsmanagement. An dieser Stelle beschleunigen mobile GIS-Lösungen auf Notebooks die Wartung bzw. die Behebung einer Störung. Und nicht zuletzt wird künftig das Management des OOWV auf einen Blick alle raumbezogenen Daten aus allen Sparten analysieren und Schlüsse auf Wirtschaftlichkeit und Investitionsmöglichkeiten ziehen können.
Die BTC AG wird die Modernisierung in der Rolle des Generalunternehmens umsetzen. An ihrer Seite steht die Geocom Informatik GmbH, ein Hersteller der Geoinformationslösung Geonis für die Ver- und Entsorgungswirtschaft. Nach der schrittweisen Einführung der Software „von Sparte zu Sparte“ sowie der Übernahme der Daten aus den Altsystemen und der Anpassung der Software an individuelle Gegebenheiten soll BTC auch die Wartung und den Support der GI-Systeme übernehmen.
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