An seinem Standort in Dormagen produziert Lanxess unter anderem Kautschuke, Hightech-Kunststoffe und Feinchemikalien.
Zuvor mussten sämtliche Ereignisse handschriftlich im Papier-Schichtbuch erfasst werden. Gerade kurz vor der Schichtübergabe drängte meist die Zeit. Dabei bestand das Risiko ungenauer oder unvollständiger Eintragungen von Vorfällen. Mit dem neuen System hat sich das nun geändert, vor allem seien die Qualität der Dokumentation und der Zugriff auf die dort hinterlegten Informationen besser. Holger Lüsgen, Technikumsleiter bei Lanxess in Dormagen: "Die neue Lösung stellt einen echten Mehrwert in puncto Schichtübergabe sowie Dokumentation und Kommunikation in unserem Technikum dar."
Für die spezifischen Anforderungen von Lanxess wurde das System entsprechend konfiguriert. Mittels der Listenkonfiguration wurden die Übersichten für die entsprechenden Stellen im Betrieb angepasst, so dass die jeweils relevanten Informationen gefiltert und übersichtlich dargestellt werden.
"Für mich war es wichtig, auch mal über den Tellerrand blicken zu können", begründet Holger Lüsgen diesen Schritt. "Das Auffinden selbst von länger zurückliegenden Einträgen stellt nun kein Problem mehr dar, Zusammenhänge lassen sich leichter und schneller herstellen."
Installiert ist die Lösung auf einem Server im Intranet, so dass Zugriffe von außen nicht möglich seien. Alle Mitarbeiter der Schicht können von ihren Unternehmensrechnern aus Eintragungen vornehmen, ein gängiger Browser soll dafür ausreichen. Das elektronische Schichtbuch hat die Papierform vollständig.
Anwenderfreundliche Texteingabe
"Wenn die Anwender verlässliche und aussagekräftige Informationen in der Anwendung vorfinden, nutzen sie ihn auch intensiv", weiß Andreas Eschbach, Geschäftsführer der Eschbach IT GmbH in Bad Säckingen, aus der Praxis. "Wir können nicht erwarten, dass die Nutzer in der Fertigung flott mit zehn Fingern tippen. Deshalb unterstützt sie unsere Software bestmöglich bei der Datenerfassung, vieles läuft automatisiert ab."
Beispiel Texteingabe: Der Anlagenoperator erhält beim Tippen vom Administrator vordefinierte Textvorschläge oder einen Autotextvorschlag des Systems, basierend auf den bereits getätigten Eingaben in der Vergangenheit. Ist der Textbaustein gefunden, lässt er sich einfach per Mausklick in das Ereignis übernehmen und anpassen. Dadurch reduzieren sich Fehlerquellen bei der Eingabe erheblich, vor allem erhöht sich die Akzeptanz durch die geringe Tipparbeit.
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Bildquelle: Lanxess