Energie Wasser Bern baut in der Schweizer Bundeshauptstadt ein Glasfasernetz bis in die Haushalte (FTTH). Für das Zugangsnetz setzen das Energieversorgungsunternehmen und sein Partner für die Telekommunikation, Ericsson, auf Keymile und dessen Multi-Service-Zugangsplattform Milegate. Damit sollen die Haushalte an eine Punkt-zu-Punkt-Glasfaserinfrastruktur angeschlossen werden. Die Lösung ist eine kompakte und robuste IP-basierte Zugangsplattform mit hoher Port-Dichte. Pro 8-HE-Subrack können bis zu 480 Glasfaseranschlüsse untergebracht werden.
Im Gebiet der Schweizer Bundeshauptstadt werden pro Haushalt vier Glasfasern verlegt und insgesamt 82.000 Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen. Peter Zbinden, Leiter Business Development Telecom bei Energie Wasser Bern: „Der Glasfaserausbau in der Stadt begann bereits im Jahr 2009 und in der Zwischenzeit können bereits Bewohner von 39.000 Wohn- und Geschäftseinheiten die Breitbandanschlüsse bestellen. Dabei liefert Keymile die Access- und Ericsson die Core-Lösung."
Die Planung für das neue Glasfasernetz sieht vor, dass bis zum Jahr 2017 90 Prozent aller Gebäude angeschlossen sind. 60 Prozent der für den Bau notwendigen Investitionen übernimmt Swisscom und 40 Prozent Energie Wasser Bern. Die Kooperation zwischen beiden Partnern sieht vor, dass Energie Wasser Bern das Glasfasernetz auf 70 Prozent des Stadtgebietes erstellt. Swisscom erschliesst 30 Prozent der Wohnungen und ist zusätzlich für die Verlegung der Glasfasern zwischen den Gebäuden und der Zentrale verantwortlich.
Bildquelle: EWB, Adrian Moser