04.07.2017 FR6 erweitert Colocation-Fläche

Equinix eröffnet weiteres Rechenzentrum in Frankfurt

Von: Kathrin Zieblo

Am vergangenen Donnerstag eröffnete Equinix ein neues IBX-Hochleistungsrechenzentrum in Frankfurt. Bei dem „FR6“ genannten Rechenzentrum (RZ) handelt es sich bereits um das siebte, das Equinix in der Main-Metropole betreibt.

  • Rechenzentrum "FR6" von Equinix in Frankfurt

    Am 29. Juni 2017 wurde in Frankfurt das Rechenzentrum "FR6" von Equinix eröffnet.

  • Donald Badoux, Equinix Deutschland

    Donald Badoux, Managing Director Equinix Deutschland, während der Eröffnungsferier des neuen "FR6" Rechenzentrums in Frankfurt

Die Ansammlung der Rechenzentren in nur einer Stadt zeigt deutlich, welche Bedeutung der Standort Frankfurt für den globalen Anbieter von Interconnection-Lösungen und Rechenzentrums-Dienstleistungen hat. „Frankfurt ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Deutschland. Unzählige internationale und nationale Unternehmen haben hier ihren Unternehmenssitz. Entsprechend ist gerade hier der Bedarf an Interconnection, also Verbindungen zu anderen Unternehmen, Partnern, Kunden oder Mitarbeitern, besonders groß“, betonte Donald Badoux, Managing Director Equinix Deutschland, in seiner Eröffnungsrede.

Interconnection gilt als wichtiger Faktor, um global wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei müssen sich Unternehmen – nicht selten über Kontinente hinweg – verbinden. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht zum einen die steigende Cloud-Nutzung und zum anderen der Bedarf an hochmodernen Rechenzentren. Hinzu kommt, dass zunehmend auch deutsche Unternehmen darauf angewiesen sind, ihre eigene IT-Infrastruktur dichter an den Digital Edge – dem digitalen Netzwerkrand, wo physische und virtuelle Welt aufeinander treffen – zu bringen. „Mit der Eröffnung eines weiteren Rechenzentrums in Frankfurt trägt Equinix dieser Entwicklung Rechnung und schafft die technologischen Voraussetzungen, um die digitale Transformation der Unternehmenswelt voranzutreiben“, führte Donald Badoux weiter aus. Darüber hinaus bietet der Standort Zugang zu großen Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Cloud Platform, Salesforce und VMware.

Innerhalb von nur zwölf Monaten und einer Investition von 92 Millionen US-Dollar wurde FR6 als sechstes Rechenzentrum auf dem sogenannten Digital Campus von Equinix erbaut – in unmittelbarer Nähe zu FR4 und FR5 (Campus Kleyer). Gleichzeitig bestehen latenzoptimierte Verbindungen zu FR1, FR2 und FR7. Auf diese Weise entsteht ein neuer Knotenpunkt für die in der Rhein-Main-Metropole ansässigen Unternehmen.

Das kürzlich in Betrieb genommene Data Center erweitert die bereits vorhandene Colocation-Fläche von Equinix um 6.600 Quadratmeter. Innerhalb der ersten Ausbauphase sind 1.325 Cabinets geplant, im weiteren Verlauf sollen es dann 2.000 werden.

Schädliche Umwelteinflüsse vermeiden

Dass Rechenzentren zwar als Herzstück der digitalen Welt gelten, dabei aber stets auch die daraus resultierenden Einflüsse auf die Umwelt beachtet werden müssen, berichtete Gerhard Feigl vom Regierungspräsidium in Darmstadt während der Eröffnungsfeier. So wurden vorab 119 Schallquellen auf dem ganzen RZ-Gelände ermittelt, für die es aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung entsprechende Schallschutzmaßnahmen gemeinsam zu erarbeiten galt.

Auch das Thema Energieversorgung wurde im Rahmen der Eröffnung angesprochen: Wie jedes Equinix International Business Exchange (IBX)-Rechenzentrum verfügt auch FR6 über eine durchschnittliche Verfügbarkeit von über 99,9999 Prozent. Über zwei elektrisch Versorgungsleitungen und multiple USV-Versorgungssysteme wird FR6 vom örtlichen Versorger Mainova mit Energie beliefert. Sollte es mal zu einem länger andauernden Stromausfall kommen, sorgen mehrere Dieselgeneratoren sowie Transformatoren und spezielle Säure-Wickel-Batterien dafür, dass das Rechenzentrum in Betrieb bleibt.

Internationales Investitionsprogramm

Im Rahmen eines großen Investitionsprogrammes von einer Milliarde US-Dollar investiert Equinix in diesem Jahr – neben FR6 – auch in die Eröffnung vier weiterer Rechenzentren in Sao Paulo, Amsterdam, San Jose und Washington. Bereits heute laufen 90 Prozent des globalen Datenverkehrs über die Rechenzentren von Equinix.


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