International Requirements Engineering Board

Erst spezifieren, dann realisieren

Welche Rolle spielt Requirements Engineering, die Anforderungserhebung, im Business Process Management?

Schulung

Optimale Businessprozesse sind wichtiger denn je. Niemand kann es sich leisten, finanzielle Ressourcen durch ineffizientes Arbeiten zu verschwenden. Deshalb entscheiden sich viele Unternehmen dafür, im Rahmen des Business Process Management ihre Geschäftsprozesse detailliert zu untersuchen, um Verbesserungspotentiale zu erkennen. Im Anschluss an die Businessanalyse, in deren Rahmen der aktuelle Ist-Zustand ermittelt wird, gilt es konkret festzulegen, was man durch die Optimierung der Geschäftsprozesse erreichen möchte: Kosten sparen, besseren Service anbieten etc. Haben Firmen etwaige Missstände aufgedeckt, können sie ihre Geschäftsprozesse verbessern, etwa indem sie Arbeitsabläufe neu organisieren, die technische Unterstützung verbessern oder Veränderungen an der Software vornehmen.

Dieselbe Sprache sprechen

Entscheiden sich Unternehmen dafür, ihre bestehende Software anpassen oder eine neue Software entwickeln zu lassen, ist es für den Erfolg des Projekts unbedingt notwendig, die Anforderungen an das neue System zu analysieren und zu definieren. Häufig aber erhalten Entwickler – sowohl unternehmensinterne als auch externe – keine detaillierten Vorgaben zur Softwareentwicklung. Sie arbeiten dann in einer Grauzone, ohne den Bedarf des Anwenders zu kennen. Der Grund für gescheiterte IT-Projekte ist sehr oft die mangelhafte Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten – neben Anwender und Entwickler zählen dazu auch Softwaretester und -architekten, Analysten und Designer. Dieselbe Sprache zu sprechen, soll heißen: auf gemeinsames Wissen zurückzugreifen, ist in IT-Projekten ein maßgeblicher Erfolgsfaktor.

Eine Möglichkeit, Kommunikationsmissverständnisse vor und während eines IT-Projekts zu vermeiden, besteht darin, Mitarbeiter mit dem Zertifikat „Certified Professional for Requirements Engineering“ (CPRE) einzusetzen. Requirements Engineering ist eine Disziplin in der Informationstechnologie, die bei einem IT-Projekt zunächst die individuellen Anforderungen analysiert und dann einen detaillierten Anforderungskatalog für die Softwareentwicklung erstellt. Dieser dient als konkrete und verbindliche Arbeitsgrundlage.

Wettbewerbsvorteile sichern

Das CPRE-Zertifikat des International Requirements Engineering Board (IREB) e.V. ist ein mehrstufiges Zertifizierungsmodell mit internationaler Anerkennung. Setzen sowohl Kunde als auch Softwareanbieter in IT-Projekten auf qualifizierte CPRE-Fachkräfte, können diese gemeinsam einheitliche und detaillierte Anforderungen formulieren – länder- und sprachenübergreifend. Der Vorteil des CPRE-Zertifikats gegenüber firmeninternen Wissensnachweisen besteht darin, dass es über die Grenzen eines Unternehmens hinaus Anerkennung findet. Daneben können Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern Berufsprofile durch das CPRE-Zertifikat definieren oder die Beförderung eines Mitarbeiters damit rechtfertigen. Eine solche „Excellence of Organisation“ kann auch konkreten praktischen Nutzen entfalten: CPRE-Fachkräfte sind nach Projektabschluss in neuen Vorhaben einsetzbar – Einarbeitungen sind nicht nötig.

Bei der Mitarbeiter-Zertifizierung im Requirements Engineering auf einen internationalen Anbieter zu setzen, hat den Vorteil, dass weltweit tätige Unternehmen Zeit und Geld sparen, wenn sie ihre Belegschaft nur einmal qualifizieren lassen müssen, anstatt verschiedene länderspezifische Zertifikate zu erwerben. Das Zertifizierungsmodell des IREB basiert auf einheitlichen Standards, was eine weltweit durchgängige Qualität der Ausbildung gewährleisten soll. IREB arbeitet mit lokalen Zertifizierungspartnern auf der ganzen Welt zusammen, und es werden ständig mehr. Die Zeit ist reif für Requirements Engineering.


Bildquelle: © Auremar/Fotolia

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