Tayfun Hatipoglu, IoT-Spezialist bei HP
Firmen benötigen eine „bimodale“ Informations- und Kommunikationsarchitektur – ein Begriff, den Gartner geprägt hat. Die „bimodale“ IT beschreibt zwei Ebenen: Die erste Ebene ist geprägt durch einen stabilen, effizienten und hochverfügbaren Betrieb der bestehenden, oft geschäftskritischen, traditionellen IT-Landschaft. Die zweite Ebene ist darauf konditioniert, schnell und agil neue digitale Produkte und Services im Zeitalter des Internets der Dinge über eine Echtzeitarchitektur bereitzustellen, was auch mit einem Umdenken in der Rechenzentrumsplanung einhergeht.
Das Internet der Dinge und die darüber liegende Geschäftslogik implizieren ein verteiltes Muster an Rechenzentren, welches in der Lage ist, das hohe Datenvolumen und die Rechenkapazitäten verteilt zu managen. Die Achillesferse auf Infrastrukturebene bilden dabei die Themen Netzwerk und Storage. Storage, weil die viel propagierte aufkommende Datendichte von Milliarden von Endgeräten sowie durchgängig digitalisierten Wertschöpfungsketten mit dem heutigen Computing-Paradigma nicht bewältigt werden kann. Netzwerk, weil mit dem aufkommenden Datenverkehr mit traditionellen Netzwerkarchitekturen der symbolische Flaschenhals schnell Realität wird und jedes innovative Geschäftsmodell im Keim erstickt.
Künftige Rechenzentren, die das Thema Datendichte und Netzwerkaufkommen erfolgreich bewältigen, orientieren sich entlang einer Edge-Computing-Referenzarchitektur. Edge Computing folgt dabei dem Architekturprinzip, dass die Daten initial dort verarbeitet werden, wo sie entstehen. Es werden „nur“ die zusammenfassenden Infos an die weiter höher liegende Architekturschicht getragen.