Prof. Reimund Neugebauer ist neuer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.
„Ich freue mich sehr darauf, diese Aufgabe zu übernehmen“, so Professor Neugebauer. „Fraunhofer hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Es ist uns gelungen, in Deutschland aber auch international bei Politik und Wirtschaft an Profil zu gewinnen. Und wir haben mit der Systemforschung, etwa in der Elektromobilität, ein gutes Instrument für die interne Vernetzung geschaffen.“
Einen Schwerpunkt für die weitere Entwicklung der Gesellschaft sieht Neugebauer darin, einerseits die wissenschaftliche stärken, und andererseits die Flexibilität sowie Wandlungsfähigkeit zu fördern. „Wir müssen uns mit eigener Vorlaufforschung immer wieder neue Themengebiete erschließen, um auch künftig der strategische Partner für die deutsche Wirtschaft zu sein. Wichtig ist es, die wissenschaftliche Basis für eine nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland zu schaffen“. Das gelingt, wenn Produkte eine höhere Originalität und Qualität bieten als Waren, die in anderen Ländern gefertigt werden. Und wenn die Prozesse so gestaltet sind, dass man die Produktion in einem Hochlohnland halten kann.
21 Jahre leitete Neugebauer das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz. Im Laufe der Jahre kamen die Standorte Dresden, Augsburg und Zittau sowie strategische Kooperationen in Südafrika und Italien hinzu. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen verlieh ihm die Technische Universität München am 13. September 2012 die Ehrendoktorwürde. Der Ministerpräsident Sachsens, Stanislaw Tillich, würdigte das positive Wirken Neugebauers für die regionale Wirtschaft. Tillich zeichnete ihn zum Abschied aus Chemnitz mit dem Sächsischen Verdienstorden aus, der höchsten Auszeichnung, die das Land vergibt.
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