Accessec sorgt bei Polizei für „ganzheitliche Sicherheit“

Frische IT-Sicherheitsmaßnahmen

Der Zutritt zu den Gebäuden der Polizei Bremen sowie der Zugriff auf ihre Computersysteme müssen vor Unberechtigten geschützt sein. Darum leitete die Behörde bereits Mitte der 90er Jahre verschiedene IT-Sicherheitsmaßnahmen in die Wege, die nun mit Accessec komplett überarbeitet wurden.

Verkehrspolizisten, Bildquelle: Polizei Bremen

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus Unfallursachenanalysen und des Verkehrslagebildes erarbeitet die Polizei Konzepte, um bei der Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr erfolgreich zu sein.

Durch den technischen Fortschritt waren die einzelnen Bausteine für die IT-Sicherheit teilweise in die Jahre gekommen. So sollten in Zusammenarbeit mit einem Sicherheitsanbieter zukunftsfähige und kurzfristig nutzbare Wege zur Vereinheitlichung von IT-Access, Zutrittskontrolle und Sichtausweis für Polizeibeamte gefunden, geplant und durchgeführt werden.

Bisher hatten die Vollzugsbeamten in Bremen nicht „den“ einen Dienstausweis, sondern mussten im täglichen Gebrauch zwei Karten verwalten: den eigentlichen Dienstausweis als Sichtausweis mit Lichtbild und eine Karte mit RFID- und Kontaktchip. Letztere gewährte den Zutritt zu den Liegenschaften und ermöglichte die Anmeldung am PC und somit den sicheren Zugriff auf die IT-Systeme der Polizei. Neben den hohen Kosten der Beschaffung, Verwaltung und Instandhaltung zweier Systeme zeigten sich die nicht durchgängigen Sicherheitsprozesse als Problemfeld für den Datenschutz und die IT. Die Motivation war folglich hoch, für die Vereinheitlichung der Funktionen im Sinne einer „ganzheitlichen Sicherheit“ zukunftsweisende Lösungsstrategien zu finden.

Stolpersteine aus dem Weg räumen

Bei der Polizei Bremen zogen von Projektbeginn an alle Parteien an einem Strang. Und damit die Umsetzungsprozesse in einem – sowohl zeitlich als auch finanziell – angemessenem Rahmen blieben, sollten in ähnlich gelagerten Projekten erfahrene (externe) Berater hinzugezogen werden. Der Blick von außen hilft oft, interne Stolpersteine rechtzeitig aus dem Weg zu räumen und Abstimmungsprozesse zu beschleunigen. Diese Erfahrung machen zumindest die Berater der Accessec GmbH. Dank der gemeinsamen Motivation des Projektteams bei der Polizei Bremen konnten zügig Ziele definiert werden. Wesentliche Eckpfeiler wie beispielsweise Sicherheit, Stabilität und Flexibilität priorisierte die Arbeitsgruppe bedarfsgerecht und fand dabei Kompromisse, die alle Teilhaber unterstützen konnten. Unter anderem sollte der Aufwand bei der Ausgabe und Verwaltung der künftigen Dienstausweise spürbar gesenkt werden. Darüber hinaus galt es, eine hohe Fälschungssicherheit des Kartendesigns zu gewährleisten. Zudem war es dem Projektteam wichtig, dass der künftige Dienstausweis einen hohen Wiedererkennungswert für die Bürger hat. Auch bezüglich weiterer Punkte wie beispielsweise Haltbarkeit, Anwendung als Zutrittskarte oder Integration in das Personal-Management-System fand die Projektgruppe klare Antworten.

Im Rahmen der Zieldefinition wurde deutlich, dass anfängliche Lösungsszenarien neu überdacht werden mussten. Beispielsweise konnte der zu Beginn aufgrund der größtmöglichen Flexibilität favorisierte Gedanke, einen einzigen Chip mit Kontakt- und RFID-Schnittstelle zu verwenden, aufgrund der Anforderung an die lange Haltbarkeit von bis zu zehn Jahren und Personalisierbarkeit per Laser nicht aufrecht erhalten werden. Die Polizei Bremen entschied sich für ein nach neuesten Erkenntnissen der Dokumentensicherheit gestaltetes Ausweisdesign – vorgedruckt auf einem mehrschichtig laminierten Polycarbonat-Körper und ausgestattet mit jeweils einem Legic-RFID-Chip und einem JCOP-basierten Kontaktchip.

Dass die Einführung eines neuen Dienstausweises nur ein Baustein auf dem Weg hin zu einer ganzheitlichen Sicherheitsarchitektur sein kann, erkannten die Beteiligten schnell. Die erarbeiteten Ergebnisse fanden sich in einem einheitlichen Lastenheft wieder, welches die Accessec-Berater auf mögliche Widersprüche hin untersuchten und entsprechende Lösungsvorschläge machten. Für die nun anstehende Ausschreibung definierte das Projektteam den Plan, einen Generalunternehmer für alle zu liefernden Gewerke wie beispielsweise Konzeption, Entwurf und Druck eines hochsicheren, wiederverwendbaren Ausweisdesigns zu finden und diesem die Ausführung zu übertragen. Nach erfolgreichem Zuschlag konnte die Polizei Bremen die Planungsworkshops für die Umsetzung starten.

Funktionale Erweiterungen

Gleichwohl die Themen der Zutrittskontrolle durch die Umstellung auf ein modernes RFID-System intensive Vorarbeiten erforderten, hat sich der Aufwand gelohnt: Sobald das System komplett konfiguriert, installiert und in den Alltagsbetrieb übergegangen ist, soll die Polizei Bremen von einem hochsicheren Zutrittssystem profitieren, das zusammen mit einem modernen Kartenmanagement nicht nur den Ausgabeprozess beschleunigt, sondern auch die Verwaltung der Ausweise vereinfacht und den Zugriff auf die IT-Ressourcen der Polizei schützt. Insbesondere die Integration von Sichtausweis mit Smartcard-Funktionen macht die Karte zum ständigen Begleiter aller Bediensteten. ­Weitere Vorteile sollen sich zukünftig durch die funk­tionale Erweiterung der Karten erreichen lassen.

 

Polizei Bremen
Die Polizei Bremen beschäftigt aktuell 2.829 Mitarbeiter,
darunter etwa 2.500 Polizeibeamte, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen in Bremen sorgen. Sie ist aufgeteilt in die Direktionen Schutzpolizei, Kriminalpolizei/LKA, Bereitschaftspolizei, Wasserschutz- und Verkehrspolizei sowie in die Zentrale Einsatzsteuerung, Technische Dienste und die Direktion Finanzen/Personal. Zum Aufgabengebiet gehören die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die Kriminalitätsbekämpfung sowie die Präventionsarbeit. Die Bereitschaftspolizei nimmt u.a. vielfältige Landesaufgaben wahr. Eine Besonderheit Bremens ist die Wasserschutzpolizei: Sie verrichtet ihren Dienst auf der Weser, im Küstenmeer und in den Häfen. Dazu gehören Kriminalitäts­bekämpfung, Gefahrguttransportüberwachung, Umweltschutz, maritime Sicherheit und der Präventions- und Kontaktdienst in der Sportschifffahrt.
Im Internet: www.polizei.bremen.de

 

Bildquelle: Polizei Bremen

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