29.08.2017 Digitalisierung und Gesellschaft

Gedanken zur Digitalen Ethik

Seit Anfang 2017 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der Initiative D21 e.V. mit der Digitalen Ethik, um Impulse zur Gestaltung der Digitalisierung zu geben.

Digitale Ethik

Wie lassen sich ethische Grundvorstellungen am besten in die digitalisierte Welt übersetzen?

Nun startet die Dialogreihe „Denkimpulse zur Digitalen Ethik“, in der Diskussionsergebnisse sukzessive veröffentlicht werden. Damit sollen die Auswirkungen der Digitalisierung durch neue Formen der Datifizierung, Automatisierung, Virtualisierung und Mensch-Maschine-Interaktion mit einer gesellschaftlichen Bewertung und ethischer Einordnung flankiert werden.

Die „AG Ethik“, bestehend aus einem interdisziplinären und offenen Kreis digitalaffiner Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Netzpolitik sowie Ministerien und Verwaltungen, hat sich zum Ziel gesetzt, ethische Grundvorstellungen in die digitalisierte Welt zu übersetzen und somit durch sachliche und konstruktive Bewertung zur Orientierung beizutragen. Die so entstehenden Denkimpulse sollen den Dialog in öffentliche Foren tragen.

„Ethische Fragen müssen neu betrachtet und bewertet werden, denn mittlerweile ist vieles technologisch möglich, aber die Rahmenbedingungen, wie diese Möglichkeiten gestaltet werden sollen, sind noch nicht gesellschaftlich definiert“, betont Nicolai Andersen, D21-Vorstand und Leiter der Arbeitsgruppe. „Digitale Ethik betrifft so viel mehr als nur das autonome Fahren. Auch Bereiche der Pflege, der Inneren Sicherheit, der Bildung, eigentlich jeder Bereich unseres Lebens wird nach und nach eine entsprechende ethische Einordnung erfordern. Mit den Denkimpulsen begleiten und unterstützen wir diesen Prozess frühzeitig“, so Andersen weiter.

Der erste Denkimpuls in Kooperation mit der Stiftung Datenschutz liegt mit dem Papier „Grundlagen der digitalen Ethik – eine normative Orientierung in der vernetzten Welt“ auf der Webseite vor. Weitere Ausarbeitungen und Diskussionsformate, u.a. zu den Themen Künstliche Intelligenz in der Medizin und der öffentlichen Verwaltung sowie dem Einsatz von Assistenzrobotern in der Pflege, werden folgen.

Die Arbeitsgruppen der Initiative D21 stehen interessierten Akteuren grundsätzlich zur Mitwirkung offen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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