IT für die Prozessindustrie - innovative IT-Lösungen sich auch in den Laboren der BASF im Einsatz
Globale Unternehmen müssen sich in verschiedenen Märkten behaupten. Sämtliche Unternehmenssparten sind gefordert, weltweit gültige Maßstäbe für alle Beteiligten zu erreichen. Als weltweit führendes Chemieunternehmen ist die BASF mit rund 109.000 Mitarbeitern in fast allen Ländern der Welt präsent und erzielte dabei im Jahr 2010 einen Umsatz von 63,9 Mrd. Euro. Die zunehmende Globalisierung stellte BASF vor die Herausforderung, für die rund 3.000 Mitarbeiter im Umfeld der IT-Services ein international gemeinsames Verständnis bezüglich Projektmanagementmethoden, Werkzeugen und Standards zu schaffen. Für die Professionalisierung des IT-Projektmanagements (PM) kam nur eine international anerkannte Zertifizierung in Betracht, die auch einen Nachweis der PM-Kompetenz gegenüber externen Kunden ermöglicht und zugleich die Attraktivität als Arbeitgeber weiter erhöht.
Ausgewählt wurde das Project-Management-Professional-Zertifikat, das auf dem vom Project Management Institute (PMI) entwickelten Standard basiert. Dieser definiert die wesentlichen Prozesse und Wissensgebiete im Projektmanagement und ist Grundlage für die international anerkannte Zertifizierung zum PMP, die seit 1984 von über 320.000 Projektleitern absolviert wurde.
Um das Projekt optimal zu planen, wurde ein externer Qualifizierungspartner gesucht. Christian Lipponer, Personalentwickler bei BASF IT Services, begründet die Entscheidung für die Integrata AG: „Die Trainer überzeugten uns von ihrer umfassenden Erfahrung im Bereich Projektmanagement, insbesondere bei PMP-Zertifizierungen, sowie von ihrer didaktischen Kompetenz, die Lehrinhalte aktiv zu vermitteln.“ In der Trainingsphilosophie der BASF IT Services GmbH ist der Gedanke der aktiven Mitarbeit, der Eigenverantwortung und Eigeninitiative ein wichtiger Bestandteil. Die Integrata-Trainer arbeiten mit suggestopädischen Methoden, um das anspruchsvolle Thema didaktisch wertvoll aufzubereiten. Bei diesem ganzheitlichen Ansatz werden alle Sinne aktiviert, um den Lernprozess zu erleichtern.
Die insgesamt achttägige Seminarreihe zur Vorbereitung auf die Zertifizierung erfolgte in drei Modulen (siehe Infokasten). Dazu Roland Dörr, der gemeinsam mit Jean-Pierre Lhomme das Projekt für die Integrata als Trainer begleitete: „Im Gegensatz zur Blockdurchführung erhalten die Teilnehmer Zeit zur Nachbereitung und zur Vorbereitung auf das nächste Modul. Das erworbene Wissen kann im Berufsalltag angewendet werden. Die Erfahrungen werden in der nächsten Seminarsitzung ausgetauscht und reflektiert. Für alle Beteiligten ist das Projekt ,PMP-Zertifizierung‘ durch die Unterteilung in Meilensteine besser zu managen und dennoch verkürzt, da die Prüfung zeitnah nach dem letzten Modul absolviert werden kann.“ Teils wurde das Wissen durch den Trainer erläutert, teils in Kleingruppen selbst erarbeitet und dann den Seminarkollegen vorgestellt.
„Als erfahrene Trainer und Projektmanager wissen wir, dass die PMP-Zertifizierung eine gemeinsame Basis und Sprache schafft“, so Roland Dörr. Für die meisten Teilnehmer lag die letzte Prüfung viele Jahre zurück. Um Ängste vor der vierstündigen Zertifizierung abzubauen, mussten am Ende von Modul 3 in einem Textexamen wie in der PMP-Prüfung 200 schwierige Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden. Dies diente auch zur Selbsteinschätzung der eigenen Prüfungsvorbereitung. Durch die Begrenzung auf zehn Teilnehmer pro Trainingsgruppe konnte schneller und effektiver gearbeitet werden. Die Teilnehmer vernetzten sich global und tauschten sich über die interne Web-Plattform connect.BASF sowohl zur Vorbereitung und Prüfung als auch zu Fragen rund um das IT-Projektmanagement in der BASF-Gruppe aus.
Bewusst angeregt wurde, sich zwischen den Modulen zu Transfergruppen und Lernpartnerschaften zu organisieren, um die Nachhaltigkeit des Lernprozesses zu sichern. Das neu eingeführte Qualifizierungsformat „Focus Sessions“ dient ebenfalls dazu, den Dialog und Know-How-Transfer innerhalb der PM-Community zu stärken. Im Rahmen der bis zu dreistündigen Sessions bringen erfahrene IT-Projektmanager spezielle Wissensgebiete näher. So können bereits Zertifizierte auch die für die Erhaltung des PMP-Status wichtigen Personal Development Units (PDUs) sammeln.
Dank durchdachter Konzeption ist es bei BASF gelungen, ein gemeinsames internationales Verständnis für Methoden, Werkzeuge und Standards zu schaffen. Ralf Sonnberger, Geschäftsführer der BASF IT Services GmbH, zieht ein Fazit: „Die PMP-Zertifizierung ist ein weiterer Baustein zur Stärkung unserer PM-Kompetenz. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Qualifizierungspartner hat uns dabei geholfen, die Herausforderungen des Projekts zu stemmen.“
Wissensgebiete je Project-Management-Professional-Modul (PMP):
Modul 1: Methodisch-fachliche Grundlagen von der Projektinitiierung und -planung bis zur Budgetierung, Earned Value Management sowie Qualitätsplanung, -sicherung und -kontrolle
Modul 2: Zeit-, Kosten-, Qualitäts- sowie Risikomanagement
Modul 3: HR-Aspekte von Projektmanagement, Führungsrolle des Projektleiters, Konfliktmanagement sowie professionelle und soziale Verantwortung in Projekten
Über BASF
Die BASF ist eines der größten führenden Chemieunternehmen der Welt. Mit ca. 109.000 Mitarbeitern, sechs Verbundstandorten und rund 385 Produktionsstandorten weltweit bedient das Unternehmen Kunden und Partner in fast allen Ländern der Welt und erzielte dabei im Jahr 2010 einen Umsatz von 63,9 Mrd. Euro.
Im Internet: www.basf.com
Bildquelle: BASF