Big Data

Großes Interesse, viele Experimente

“Big Data” elektrisiert die IT-Abteilungen. Viele Unternehmen wollen in diesem Jahr Lösungen für Big Data in Betrieb nehmen.

Big Data: Auch bloß Nullen und Einsen

Das Stichwort "Big Data" ist mit rund 24 Millionen Erwähnungen im Google-Index noch nicht ganz so weit wie der Alltime-Klassiker "Cloud Computing" (über 400 Millionen Einträge). Kein Wunder, kommt es doch nur auf sechster Stelle bei den Gartner-Trends für 2013. Und im Hypecycle erklimmt das Stichwort gerade erst den "Gipfel der überzogenen Erwartungen".

Das Thema hat also den Bereich der Nischenanwendungen verlassen und wird in der nächsten Zeit viele Unternehmen erobern. Denn die etwas despektierlich klingende Kennzeichnung "überzogene Erwartungen" bedeutet in erster Linie, dass es in den IT-Abteilungen ein großes Interesse an der Technologie gibt und sehr viel experimentiert wird.

Zu diesem Schluss kommt auch die Microsoft-StudieOpens external link in new window Global Enterprise Big Data Trends 2013. Im Rahmen der Studie hat Microsoft über 280 IT-Verantwortliche und Entscheidungsträger aus mittelständischen Unternehmen und Konzernen befragt. Besonders interessant: Mehr als 75 Prozent der befragten Unternehmen implementieren in den kommenden zwölf Monaten Applikationen und Lösungen für Big Data.

Eine Überraschung ist auch das Interesse von Mitarbeitern aus der Kundenbetreuung, dem Marketing oder Vertrieb nach effizienten Lösungen für die Auswertung großer Datenmengen. Jedes zweite Projekt wird von den Fachabteilungen angestoßen. Es geht dabei sehr oft um die Auswertung von unstrukturierten Daten, von denen ein großer Teil der Unternehmen mehr als 100 Terabyte gebunkert hat.

Laut Gartners Einschätzung der Technologietrends müssen die Unternehmen sich stärker um Daten kümmern, die nicht in den traditionellen Datenbanken gespeichert sind. Damit sind vor allem Daten aus dem Web gemeint, zum Beispiel soziale Netzwerke, Konsumentendaten, die von Anwendern geäußerten Ziele und Interessen oder Mobilitätsdaten.

Das traditionelle, einheitliche Data Warehouse im Unternehmen verliert an Bedeutung. 90 Prozent der befragten Unternehmen haben inzwischen ein eigenes Big Data-Budget, immerhin dreizehn Prozent verfügen bereits über eine umfassende Lösung.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Big Data Lösungen inzwischen in unterschiedlichen Kontexten genutzt und gefordert werden: Von Mitarbeitern aus dem Vertrieb und Marketing (49 Prozent) ebenso wie aus dem Bereich Banken und Finanzen (23 Prozent).

In erster Linie sind Big Data Lösungen durch das hohe Datenaufkommen in Unternehmen motiviert (bei 49 Prozent der Befragten), als weitere zentrale Anforderung wurde die Integration in Business Intelligence Applikationen und die Analyse und Auswertung der Daten genannt.

Bildquelle: Carsten Müller / Opens external link in new windowsxc.hu

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