Avepoint Kundenumfrage

Herausforderung Sharepoint

Probleme mit Endbenutzer-Management und Governance sind Störfaktoren beim Einsatz der Microsoft-Plattform. Fast 60 Prozent der Befragten finden das Endbenutzer-Management schwierig, so die Studie.

Trotz der wachsenden Bedeutung von Microsoft Sharepoint für Enterprise-Technologie-Strategien haben viele Unternehmen weiterhin Probleme mit der ordnungsgemäßen Verwaltung und Absicherung der Plattform haben. Dies ergab eine Umfrage unter mehr als 700 IT-Führungskräften und Administratoren in Unternehmen des öffentlichen und privaten Sektors in Europa, die insgesamt mehr als 1,2 Millionen Endbenutzer repräsentieren.
 
Gemäß dieser Umfrage, die von Avepoint, einem Anbieter von Softwarelösungen für Governance und Infrastrukturmanagement von Microsoft Sharepoint, in Auftrag gegeben wurde, wird die Plattform im Unternehmensalltag zur Erfüllung zahlreicher wichtiger Business-Anforderungen eingesetzt:  für die Zusammenarbeit mit Endbenutzern (93 %), zum Dokumentenmanagement (88,25 %), als Intranet-Portal (79,75 %) sowie für Projektmanagement (58,7 %). Fast ein Drittel der Befragten nutzen SharePoint zudem zum Betreiben von Extranet-Portalen und Unternehmenswebsites.
 
Die Umfrage ergab allerdings auch, dass 58,5 % der Befragten das Management der Nutzer-Berechtigungen als „etwas schwierig“ oder sogar „äußerst schwierig“ empfinden. Da 20 % der Befragten bereits Sharepoint-Anwendungen für mehr als 5.000 Nutzer repräsentieren, sei die Entwicklung einer soliden Governance-Strategie für Unternehmen von zentraler Bedeutung, um diesen Managementprozess zu vereinfachen, so Avepoint. Während 30,7 % der Befragten eine Verbesserung ihrer Governance-Vorschriften anstrebten, stellte dies für über 45 % keinen Bestandteil ihrer Planungen dar.
 
Fast alle Sharepoint-Anwender sahen das Dokumentenmanagement als einen wichtigen Vorteil; dennoch gaben 47,4 % an, dass sie ältere Daten trotz des Vorsatzes, sie in Sharepoint zu übernehmen, weiterhin an anderer Stelle aufbewahrten. 23 % der Befragten speichern Dokumente nach wie vor in Dateisystemen und vernetzten Filesharing-Systemen außerhalb der Sharepoint-Umgebung. Die Studie folgert, dass die Zusammenarbeit mit anderen Benutzern – die „User Collaboration“ – dennoch einen der wichtigen Gründe für den Einsatz der Anwendung darstellt. Die Datenhaltung – sowohl innerhalb als auch außerhalb – bringe jedoch eine Management-Problematik mit sich, die sich nachteilig auf den ROI und die Nutzerakzeptanz auswirken kann.
 
Die Umfrage liefert weitere Erkenntnisse:

  • 29,1 % der Befragten wussten nicht, welche branchenspezifischen Vorschriften in ihrer Sharepoint-Umgebung eine Rolle spielen. Da heute praktisch jeder Mitarbeiter zum Inhalt beitragen kann, sollte im Unternehmen dafür Sorge getragen werden, dass die geltenden Compliance-Vorschriften berücksichtigt werden, um eine mögliche unzulässige Weitergabe vertraulicher oder geheimer Informationen auszuschließen.
  • Fast 25 % der Befragten haben keine Datensicherheitslösung eingerichtet, um ihre Sharepoint-Daten abzusichern. Die Studie empfiehlt, zu überprüfen, wie SharePoint die Vorgaben für die Wiederherstellungszeit (Recovery Time Objectives, RTOs) erfüllen kann; ohne eine solche Absicherung bestehe die Gefahr, dass die Benutzer bei einem Ausfall das Vertrauen in die Anwendung verlieren.
  • 42,2 % der Befragten gaben an, nur Tier 1-Speicher, z. B. Microsoft SQL Server einzusetzen. Um den ROI beim Einsatz der Lösung zu optimieren, legt die Studie nahe, Third-Party-Lösungen zu verwenden, um Daten auf Tier 2- oder Cloud-basierte Speicher auszulagern.
  • 36 % der Befragten planen eine Verbesserung des Sharepoint-Infrastruktur-Managements; 95 % dieser Vorhaben sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden. Angesichts der bevorstehenden Einführung von Sharepoint 2013 wollen die Unternehmen ihre Systeme aufrüsten, um sicherzustellen, dass sie nicht zwei Versionen hinter der aktuellen Plattform zurückliegen.

„Ganz offensichtlich sind den Unternehmen die Vorteile von Sharepoint bekannt, sie kämpfen aber noch mit Problemen beim Plattform-Management und bei der Datensicherheit, um die Compliance- und Governance-Anforderungen zu erfüllen“, sagte Dr. Tianyi (TJ) Jiang, Co-CEO und Mitbegründer von Avepoint.

www.avepoint.com

Bildquelle: Thomas Siepmann  / pixelio.de

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