Jungbunzlauer erweitert SAP-Landschaft

Implementierung des SAP Solution Manager 7.1

Jungbunzlauer ist einer der weltweit größten Hersteller für biologisch abbaubare natürliche Inhaltsstoffe. Um den Kunden bestmöglichen Service zu bieten, steuert das Unternehmen zahlreiche Prozesse über ein SAP-System. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Deshalb hat Jungbunzlauer die SAP-Landschaft mit dem neuesten SAP Solution Manager fit gemacht für den globalen Wettbewerb.

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Auch in Zahnpasta sind die natürliche Zusatzstoffe von Jungbunzlauer enthalten.

Ob Babynahrung, medizinische Produkte, Waschmittel oder Zahnpasta: Sie alle enthalten natürliche Zusatzstoffe wie Zitronensäure. Diese Inhaltsstoffe gehören zum Portfolio von Jungbunzlauer, einem internationalen Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz. Die Lieferung an Kunden aus sieben verschiedenen Produktbereichen – u.a. Getränke, Kosmetik oder Pharmazie – erfolgt rund um den Globus. Die Produktion läuft 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr – das gilt auch für den SAP-Betrieb. Denn viele Prozesse des Herstellers basieren auf SAP-Systemen, ob in der Transportsteuerung, im Qualitätsmanagement oder in den Bereichen Sales und Controlling. Umso wichtiger ist es, dass alle Anwendungen einwandfrei laufen. Deshalb verwaltet Jungbunzlauer alle eingesetzten SAP-Anwendungen zentral mit dem SAP Solution Manager. Darunter fällt ebenfalls das Erfassen und Bearbeiten von Vorfällen (Incidents) im SAP Service Desk, der in den Solution Manager integriert ist. Fehler schnell zu melden, zu verarbeiten und zu beheben ist schließlich notwendig, um Unterbrechungen des Betriebs zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten. Im Zuge des Upgrades auf den Solution Manager 7.1 in fünf Ländern weltweit hat Jungbunzlauer T-Systems daher damit beauftragt, auch den Service Desk zu aktualisieren.

Stärker am ITIL-Standard ausgerichtet

Der Solution Manager 7.1 ist nicht nur mit neuen Funktionen ausgestattet, das Incident Management ist in der neuen Version auch stärker am ITIL-Standard ausgerichtet. Durch den Releasewechsel wurde das SAP-CRM-System so umfangreich erweitert, dass ein neues Setup bei Jungbunzlauer erforderlich war. Nicht-historische Daten hat das Chemie-Unternehmen dabei in das neue System migriert und Altdaten archiviert. Währenddessen haben Jungbunzlauer und T-Systems sichergestellt, dass keine Informationen auf der Strecke bleiben. Denn: Nicht nur für Kunden von Jungbunzlauer, sondern auch für Auditierungen durch die Behörden ist Nachvollziehbarkeit entscheidend. So muss der Hersteller beispielsweise durch eine lückenlose Chargenverfolgung über die gesamte Lieferkette hinweg nachweisen, dass es sich bei den hergestellten Zusatzstoffen um genetisch unveränderte Produkte handelt. Dazu müssen alle Daten sowie sämtliche Kommunikation zu jeder Zeit vollständig und richtig im SAP-System vorliegen. Die lückenlose Migration war demnach wesentlicher Bestandteil des Upgrades.

Die größte Herausforderung des Projekts bestand vor allem darin, den Anforderungen der Branche an höchste Verfügbarkeit gerecht zu werden. Die Inhaltsstoffe stellt Jungbunzlauer hauptsächlich mittels Fermentierung her. Wird dieser Prozess unterbrochen, befindet sich das Produkt in einem Zwischenzustand und die angereicherten Mikroorganismen sterben schnell ab, was das gesamte Material unbrauchbar macht. Neben dem Materialverlust und zusätzlichen Entsorgungskosten zieht dies eine Störung des Gesamtbetriebs und gegebenenfalls sogar Lieferverzug mit sich. „Um größere Unterbrechungen zu vermeiden, müssen wir mögliche Vorfälle oder Störungen zügig erfassen und – falls nötig – gegensteuern,“ erklärt Hans-Günter Wenk, CIO bei Jungbunzlauer. „Schließlich differenzieren wir uns über weiche Faktoren wie den Lieferservice vom Wettbewerb.“

Da die betriebliche Kontinuität für Jungbunzlauer entscheidend ist, hat der IT-Dienstleister beim Upgrade Wert darauf gelegt, den täglichen Betrieb möglichst wenig zu beeinflussen und es daher im Parallelbetrieb des alten und neuen Solution Manager sowie Service Desk realisiert. Die Mitarbeiter von Jungbunzlauer konnten bis zum Abschluss des Projekts auf dem bisherigen System weiterarbeiten und dann reibungslos auf die neue Lösung umstellen. Bei der Planung wurden außerdem bestimmte Zeiten für die Implementierung sowie die Wartung festgelegt. „In Spitzenzeiten müssen wir große Volumina zuverlässig und zeitnah abfertigen,“ so Wenk. „Betriebsausfälle des SAP-Systems können hier zu einem enormen Zeitverzug führen – ohne SAP ist die Abwicklung dieser Aufträge nicht möglich.“ Deshalb hat das Upgrade beispielsweise außerhalb der Nassmaissaison stattgefunden, in der die Produktion auf Hochtouren läuft. So konnten mögliche Unterbrechungen gering gehalten und eine Beeinträchtigung der Kundenzufriedenheit oder sogar Vertragsstrafen ausgeschlossen werden.

Change Management im Blick

Jungbunzlauer sieht sich im Tagesgeschäft nicht nur mit potentiellen Betriebsstörungen konfrontiert. Behördliche Regulierungen wirken sich ebenso auf Prozesse aus – zum Beispiel geänderte Formulare und Zertifizierungen oder neue Genehmigungen – worauf das Unternehmen schnellstmöglich reagieren muss. Alle Produktionsstätten, ob in Österreich, Deutschland, Frankreich oder Kanada, müssen immer auf demselben Stand sein und auf die gleiche Datenbasis zugreifen können. Den Service Desk hat T-Systems deshalb um Funktionen zum Change Request Management (ChaRM) ergänzt, sodass eine zügige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen möglich ist. Zusätzlich hat der IT-Dienstleister beim Customizing der Lösung eine Zeit- und Kostenerfassung im System integriert. „Dadurch ist Jungbunzlauer in der Lage, eine genaue Kalkulation der Kosten sowie der Allokation von IT-Ressourcen aufzustellen“, erläutert Wenk. „So können wir Engpässe absehen und unsere Kapazitäten gegebenenfalls erweitern.“

Mit dem Solution Manager 7.1 sowie dem um ChaRM erweiterten Service Desk gewinnt Jungbunzlauer an Reaktionsgeschwindigkeit – ob auf geänderte Rahmenbedingungen, Störungen oder ressourcenbedingte Engpässe. Die Hauptanforderung bei dem Upgrade liegt darin, die betriebliche Kontinuität zu wahren. Dies gelingt u.a. durch eine sorgfältige Planung, eine lückenlose Datenmigration sowie eine Implementierung im Parallelbetrieb. Setzt man gleichzeitig auf standardisierte SAP-Lösungen, mit lediglich geringen Anpassungen, lassen sich auch zukünftige Upgrades ohne großen Aufwand zentralisiert durchführen. Dann erhalten Unternehmen die Flexibilität, die entscheidend ist, um nicht nur mithalten zu können, sondern dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein.

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