IT-DIRECTOR: Stichwort Energieeffizienz: Wie kann moderne Hardware derzeit die Bemühungen der Kunden unterstützen, Energiekosten zu senken?
S. Ehrhardt: Durch die zunehmend leistungsfähigeren Serversysteme können die Kunden pro Server erheblich mehr Virtual Machines betreiben. Bei Intel sind wir mittlerweile im 2-Wege-Bereich bei vier oder sechs Cores pro CPU und bei AMD bei acht oder zwölf Cores pro CPU angelangt. Und auch der größere RAM-Ausbau von bis zu 512 GB RAM im 2-Wege-Umfeld und 2 TB RAM im 8-Wege-Umfeld tragen dazu bei, dass die Anzahl der Serversysteme pro Unternehmen erheblich gesenkt werden kann. Folglich werden die Strom- und Klimatisierungskosten entsprechend reduziert.
IT-DIRECTOR: Welche Servertechnologien bzw. -komponenten tragen hauptsächlich zu einem geringen Energieverbrauch bei?
S. Ehrhardt: Blade-Technologien mit intelligenten Strom- und Lüftungssystemen und integrierten Schnittstellen für Netzwerk und Storage reduzieren ebenso wie kombinierte Lösungen mit Fibre Channel over Ethernet den Platzbedarf im Rechenzentrum und den Energieverbrauch. Durch den Einsatz von Blades kann die Packungs- und Leistungsdichte im 19“-Rack des Kunden noch mal erheblich gesteigert werden.
IT-DIRECTOR: Ein Blick in die Zukunft: In welche Richtung werden sich Hardware-Technologien in den nächsten Jahren weiterentwickeln?
S. Ehrhardt: Die CPUs der führenden Hersteller wie Intel und AMD werden noch leistungsfähiger werden, die Hautspeicherausbaumöglichkeit und die Netzanbindungsbandbreite werden ebenso wachsen. Heute sind bereits 10 GbE auf dem Motherboard Standard. Im Ergebnis dieser Entwicklungen werden Unternehmen weniger Serversysteme benötigen. Vorausgesetzt der Kunde ist bereit, seine Tier-1-Applikationen wie SAP oder Exchange zu virtualisieren.