Die Software führt laut Anbieter automatisiert Prüfungen auf der Basis hinterlegter Informationen aus und erkennt potentielle Interessenkonflikte bei Unternehmen, bevor ein Schaden entstehen kann. Mit der Entwicklung des neuen Moduls reagiert Bosch Software Innovations auf eine wachsende Nachfrage nach Softwarelösungen zur Identifizierung von Interessenkonflikten. Derzeit, so weiß man in der Firmenzentrale des Software- und Systemhauses der Bosch-Gruppe, sind viele Unternehmen noch nicht in der Lage, möglichen Interessenkonflikten und den damit verbundenen Risiken hinreichend zu begegnen. In den vergangenen Jahren häuften sich daher die Berichte über Fälle von Korruption, Vetternwirtschaft und verschwendete Firmengelder. Derartige Vorfälle bleiben nicht ohne Folgen: Neben finanziellen Verlusten drohen einem Unternehmen gravierende Reputationsschäden, die wiederum nachhaltige Vertrauensverluste der Kunden nach sich ziehen können.
„Will ein Unternehmen potentielle Interessenkonflikte effektiv überwachen und identifizieren, braucht es ein komplexes und leistungsfähiges Prozessmanagement“, sagte Klaus Hüftle, Mitglied der Geschäftsführung von Bosch Software Innovations, bei der Produktvorstellung. Ohne technische Unterstützung sei dies kaum zu leisten. „Zu groß sind die Fehlerquellen, die manuelle Methoden oder einfache Excel-Listen mit sich bringen“, so Hüftle weiter. MCI überwacht und identifiziert potentielle Interessenkonflikte und trägt so dazu bei, Risiken abzuwenden, bevor sie entstehen. Sachverhalte, die geprüft werden sollen, etwa Mandate, Beteiligungen oder ein sich anbahnendes Geschäft, können detailliert abgebildet werden, heißt es. Das sei die Grundlage für eine intelligente und automatisierte Ermittlung tatsächlich relevanter Kombinationen.
Nicht-relevante Kombinationen von Sachverhalten sollen sich dagegen bereits im Vorfeld ausschließen lassen. Das System melde nur solche Konstellationen, die tatsächlich ein Konfliktpotential aufweisen. Die von der Software ermittelten Treffer werden automatisch an den Compliance Officer des Unternehmens überwiesen, der den Fall weiter untersucht und ggf. entsprechende Maßnahmen ergreift. MCI gewährleistet die lückenlose, revisionssichere Dokumentation der identifizierten Interessenkonflikte und unterstützt die für Compliance-Fragen zuständigen Stellen bei der Festlegung und Nachverfolgung der erforderlichen Maßnahmen.
MCI basiert auf der vom Anbieter entwickelten Regeltechnologie Visual Rules, die auch in zahlreichen anderen Produkten des Softwareherstellers zum Einsatz kommt. Die Software lässt sich in die Compliance Suite integrieren, kann aber auch als Standalone-Lösung genutzt werden. Die Integration in die Compliance Suite hat den Vorteil, dass sich sämtliche Funktionalitäten unter einer Oberfläche nutzen lassen und nicht mehrere Systeme unterhalten werden müssen. Dies soll eine schlanke Infrastruktur ermöglichen und die Betriebskosten reduzieren. Gleichzeitig können Informationen, die in anderen Modulen der Compliance Suite gewonnen wurden, direkt in die Prüfprozesse für Interessenkonflikte überführt werden. Umgekehrt lassen sich auch Daten aus dem MCI in andere Module der Compliance Suite übertragen.
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