In jedem Fall kommt es auf das Know-how der Mitarbeiter an, auf ihr Technologiewissen ebenso wie auf Branchenerfahrung und auf persönliche Fähigkeiten wie Lösungskompetenz. Und solche IT-Profile sind auf dem heutigen Arbeitsmarkt rar. Wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen sind per se attraktiv für neue und für bestehende Mitarbeiter. Um sich als Arbeitgeber abzuheben, muss eine Firma daher immer der Konkurrenz einen Schritt voraus sein. Doch die unglaublich schnelle Marktentwicklung und Informationsverbreitung sorgen dafür, dass kaum ein Wettbewerbsvorteil lange bestehen bleibt. Also müssen Unternehmen unermüdlich an innovativen Produkten, Services und Prozessen arbeiten, um den Vorsprung zu wahren.
Vielfach wird aber Innovationskraft mit Kreativität verwechselt. Nur konsequent durchdachte und vom Markt akzeptierte Innovationen steigern den Unternehmenserfolg. Mit Ideen allein lässt sich das nicht erreichen. Vielmehr geht es darum, kreative Vorschläge und Ideen zu fördern und zu kanalisieren, damit sie ihre positive Wirkung entfalten können. Für Unternehmen heißt das, sie müssen den internen Innovationsprozess unterstützen, erleichtern und beratend begleiten und den Mitarbeitern einen Gestaltungsspielraum geben. Auch der Bereich IT bietet hier viel Potential.
Gerade in der IT-Branche verändern sich die Berufsbilder besonders schnell und massiv. Dafür sorgen nicht zuletzt der wachsende globale Wettbewerb, immer kürzere Innovationszyklen bei IT- und Kommunikationssystemen, neue Trends wie Cloud Computing und „Bring Your Own Device“ oder steigende Sicherheitsanforderungen. Hinzu kommt die zunehmende Vernetzung von Mitarbeitern aufgrund der rasanten Verbreitung von mobilen Geräten und Social Media. Dieses dynamische und sich stetig verändernde betriebliche Umfeld verlangt nach Experten, die aktuelles Technologie-Know-how mit Branchenkompetenz und Verständnis für die Geschäftsanforderungen verbinden. Gefragt sind Menschen, die wirklich zuhören und mit innovativen und flexiblen Ansätzen auf die geschäftlichen Herausforderungen antworten.
Viele haben erkannt, dass die Technologie an sich keinen Selbstzweck erfüllt, sondern stets die Unternehmensstrategie unterstützen muss. Der einsame „IT-Nerd“ oder Computer-Freak ist für Lösungen in der Geschäftswelt passé. Heute müssen IT-Profis neben Computerkenntnissen auch über ausgeprägte „Softskills“, praktische Erfahrungen und branchenspezifische Zusatzkenntnisse verfügen. Denn nur mit persönlichen Eigenschaften wie Kommunikations- und Teamfähigkeit kann die IT auch in der Unternehmenspraxis das leisten, was sie verspricht.
Im Gegenzug erwarten die Mitarbeiter vom Arbeitgeber die Gelegenheit, sich einzubringen, aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Arbeitgeber sollten dies in der Unternehmenskultur verankern und vorleben. Nicht nur am Anfang einer Zusammenarbeit ist der Arbeitgeber gefordert: Die Motivation des Arbeitnehmers bleibt nur hoch, wenn er individuell und systematisch gefördert wird und sich mit seinem Aufgabenbereich identifiziert. Ein regelmäßiger Dialog zwischen dem Vorgesetzten und dem Mitarbeiter sind daher ebenso Pflicht wie Gelegenheiten zur persönlichen Weiterentwicklung und Qualifizierung. Entsprechend motiviert geben engagierte IT-Mitarbeiter nicht selten Impulse für Projekte, die das Unternehmen nachhaltig vorantreiben. Angesichts von Trends wie Cloud Computing oder der steigenden Informationsflut, die täglich in Form von E-Mails, Blogposts oder Kurznachrichten über die Unternehmen hereinbricht, besteht hier reichlich Handlungsbedarf.
Arbeitgeber sollten ihren IT-Mitarbeitern also den nötigen Spielraum geben und deren Innovationskraft fördern, indem sie ihnen beispielsweise eine Plattform für den kreativen und zielorientierten Austausch bieten. Daraus können interessante, auf den ersten Blick gewagte Vorhaben entstehen – etwa die Einführung umfassender und effektiver Kollaborationsanwendungen, die die ausufernde E-Mail-Kommunikation innerhalb des Unternehmens überflüssig machen. Schenkt das Management solchen „Think Tanks“ intern Gehör, kann es ganz neue effiziente Wege einschlagen und z.B. komplett auf das Konzept „Zero Email“ setzen. Zuhören und Handeln ist so unerlässlich für eine langfristige Mitarbeiterbindung wie die ständige Innovation für den nachhaltigen Markterfolg.
Was Arbeitgeber ihren Mitarbeitern heute bieten müssen:
1. Abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld
2. Nachvollziehbare Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten
3. Ausgewogene Work-Life-Balance
4. Schnelle Entscheidungsfindung durch flache Hierarchien
5. Individuelle und systematische Weiterentwicklungsmaßnahmen
6. Verantwortung und Gestaltungsspielraum
7. Moderne IT-Infrastruktur im Unternehmen
8. Flexible Arbeitsmodelle
9. Wettbewerbsfähige Gehälter
10. Glaubwürdig gelebte Unternehmenswerte
(Bild-) Quelle: Atos Deutschland