Für das IT-Management anfangs schwer zu kalkulieren, wurde es ein schöner Erfolg. „Never stop a winning team” oder besser „Never stop a running system“ – dies sind gut gemeinte Ratschläge, die nicht nur im Sport auf fruchtbaren Boden stoßen. Bei Unternehmen vernimmt man sie dann, wenn größere Eingriffe in die Geschäftsprozesse mit scheinbar unkalkulierbarem Ausgang drohen. Ähnlich wie beim Fußball, bei dem die Trainer über die Ein- und Auswechslung befinden, planen IT-Direktoren notwendige Infrastrukturwechsel, um dem Unternehmen zum Geschäftserfolg zu verhelfen.
So in etwa könnte die Situation beim Deutschland-ableger des französischen Rückversicherers Scor bildhaft umschrieben werden. Das Versicherungsunternehmen, das zusammen mit allen Gesellschaften im Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Erhöhung des Ergebnisses um 15 Prozent erzielt hat, stand vor der Herausforderung, neue Arbeitsplatzrechner zuzüglich der passenden Peripheriegeräte für die Mitarbeiter in Deutschland einzuführen. Dabei sollte der laufende Geschäftsbetrieb so gut wie nicht gestört werden. Denn schließlich sollten Kunden nichts von der Umstellung merken und die Entstehung unproduktiven Leerlaufs oder gar Stillstands musste vermieden werden.
In einer globalen Organisation, die aufgrund verschiedener Zeitzonen Serviceversprechen von 24 Stunden und sieben Tage die Woche eingehen muss, ist ein solcher Hardware-Austausch eine große Herausforderung. Man stelle sich etwa vor, dass im Falle eines rückversicherungsrelevanten Großschadens die betroffenen deutschen Mitarbeiter ihren Aufgaben nicht oder nur teilweise nachkommen könnten.
Daher galt es im Rahmen eines Projekts, den Austausch der verschiedenen Geräte mitsamt ihrer Software – hier Windows 7 mit entsprechenden Anwendungen – sorgsam im Rahmen der ehrgeizigen Vorgaben zu planen. Unterstützung holte sich die Scor Rückversicherung beim Kölner IT-Dienstleister Datagroup. Denn ein solches Vorhaben kommt nicht jeden Tag vor und schon gar nicht im laufenden Betrieb mit bestehender IT-Stammbelegschaft. Das Know-how für solche Situationen einzukaufen, ist nicht nur finanziell vernünftig, sondern aufgrund des engen Zeitrahmens auch ein Aspekt der Risikoreduktion. Schließlich kann ein Unternehmen, das sich u.a. auf Hardware-Rollouts spezialisiert hat, die nötige Vorsorge besser betreiben, um befürchtete Ausfälle zu verhindern und eine zügige Abwicklung zu ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund schlüpfte der externe Dienstleister zum einen in die Rolle des Projektmanagers im Hintergrund. Zum anderen galt sein Engagement den Umsetzungsaufgaben, nämlich der Anpassung der nutzerindividuellen Standard-Software auf den 300 Endgeräten. Die Resultate: Die Scor-IT konnte trotz der tagesgeschäftsfremden IT-Aufgabe den klassischen IT-Betrieb und -Service, den die Mitarbeiter erwarten, aufrechterhalten. Die Datagroup konnte mit ihrem IT-Managementwissen und den eingeführten Methoden punkten. Der gesamte Austausch fand in einer Kernprojektzeit von sechs Wochen statt. Die Konzernzentrale in Frankreich, Hüterin der betriebswirtschaftlichen und technischen Vorgaben, zeigte sich erleichtert, dass der anfangs als möglicherweise zu ehrgeizig bemessene Rahmen ohne Probleme eingehalten und der Geschäftsbetrieb nicht beeinflusst wurde.
Das französische Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.600 Mitarbeiter, darunter 240 in Deutschland. Die Scor agiert in Deutschland mit einem aus drei Gesellschaften bestehenden Hub.
Im Internet: www.scor.com
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