Cognizant-Studie

IT-Outsourcing im Trend

64 Prozent der befragten CIOs und CFOs investieren mehr Geld für Outsourcing-Services als noch vor drei Jahren.

Outsourcing in Europa, Bildquelle: Cognizant/Warwick Business School

Bereits 77 Prozent der deutschen CIOs lagern geschäftskritische Prozesse aus und betreiben sogenanntes Business Process Outsourcing (BPO). Software-Entwicklungsprojekte vergeben sogar 100 Prozent der IT-Entscheider an Drittanbieter, um u.a. die Kosten zu reduzieren. Damit liegen sie deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 85 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie zum Thema „IT-Outsouring“, die von der Warwick Business School im Auftrag von Cognizant, einem Anbieter von Informationstechnologie, Beratungs- und Geschäftsprozess-Outsourcing-Dienstleistungen, durchgeführt wurde. Befragt wurden 250 CIOs und CFOs in Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Benelux und den nordischen Ländern.

Geht es darum, wohin deutsche Unternehmen IT-Prozesse auslagern, gibt laut Studie knapp jeder zweite Teilnehmer (48 Prozent) das Ausland an. Im europäischen Durchschnitt sollen es 57 Prozent sein. Die Länder Großbritannien und Frankreich liegen beim Offshoring mit jeweils 66 Prozent und 88 Prozent vorne. Die Studienergebnisse zeigen darüber hinaus, welche Geschäftsprozesse bevorzugt ausgelagert werden. So vergeben CIOs hierzulande vorrangig Aufgaben rund um ERP-Systeme (85 Prozent) in externe Hände. Hierzu sollen Wartung und Upgrades sowie die Implementierung und Integration von Software wie Oracle oder SAP gehören.

Etwa ein Drittel (38 Prozent) der befragten IT-Entscheider nutze für diese Aufgabe sogar mehr als nur einen Outsourcing-Anbieter. Auf Platz zwei der ausgelagerten Dienstleistungen rangiere die IT-Beratung. Drei von vier (77 Prozent) der befragten deutschen CIOs holen sich hierfür externe Hilfe. Im europäischen Durchschnitt liegt der Wert bei 56 Prozent, heißt es. Auf dem dritten Platz folgt die Auslagerung von Software-Testing-Aufgaben. Etwa die Hälfte (54 Prozent) der deutschen CIOs lagert Prozesse rund um die Prüfung und Qualitätssicherung von Applikationen aus. Dahinter folgen mit jeweils 46 Prozent das Outsourcing von Business Intelligence-Systemen und Data Warehousing.

36 Prozent der deutschen CIOs und CFOs geben in der Studie an, seit Beginn der Wirtschaftskrise mit weniger Mitteln mehr erreichen zu müssen und deshalb besonders in Virtualisierung und Cloud Computing zu investieren. Jeder Fünfte (20 Prozent) sagt, dass er sich aufgrund des verringerten Budgets allein auf die Instandhaltung der IT konzentriert. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der deutschen Umfrageteilnehmer gibt seit der Krise mehr Geld für innovative Projekte aus, um sich gegenüber Wettbewerbern abzuheben.

Um eine reibungslose Abrechnung mit Drittanbietern zu gewährleisten, setzen deutsche Unternehmen auf unterschiedliche Vertragsmodelle. 76 Prozent der hiesigen Umfrageteilnehmer zahlen, so heißt es, vorab festgelegte Gebühren für bestimmte Dienstleistungen. Fast die Hälfte (52 Prozent) rechne nach Zeit- und Materialaufwand ab, nur ein Viertel (24 Prozent) der deutschen CIOs und CFOs nutze ein Ticket-basiertes SLA-Abrechnungsmodell (Service Level Agreements) für die Berechnung der Kosten. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich.

Geht es um das Thema „Outsourcing“, soll Innovation ein wichtiger Punkt auf der Agenda von vielen CIOs und CFOs sein. So sagen 77 Prozent der deutschen IT-Entscheider und 92 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen, dass Innovation ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Outsourcing-Partnern ist. Drei von vier Umfrageteilnehmern (76 Prozent) wünschen sich, dass der Dienstleister Prozesse verbessert, um die Innovationskraft im Unternehmen zu stärken. Fast genauso viele Befragte (72 Prozent) erwarten, dass bereits bestehende Produkte und Dienstleistungen optimiert werden.

Drei Viertel der deutschen IT-Entscheider (77 Prozent) geben an, dass ihr Unternehmen davon profitiert, wenn innovative Ideen in tatsächliche Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Fast jeder zweite (46 Prozent) befragte deutsche CIO ist laut Studie sogar bereit, mehr Geld für Outsourcing-Partner auszugeben, sollte dadurch die Innovationskraft des eigenen Unternehmens vorangetrieben werden.

„Viele Unternehmen investieren mehr in Outsourcing als noch vor drei Jahren“, so Dieter Berz, Country Managing Director bei Cognizant Deutschland. „Allerdings messen nur 64 Prozent der deutschen Befragten, ob und in welchem Umfang der Outsourcing-Partner die Innovationskraft des eigenen Unternehmens gesteigert hat. Die Hälfte (52 Prozent) der befragten Firmen bestätigt, dass sie auch den jeweiligen finanziellen Mehrwert quantitativ bestimmt. Jeweils 89 Prozent der CIOs und 90 Prozent der CFOs sagen, dass die durch den Dienstleister erzielte stärkere Innovationskraft zur positiven finanziellen Performance des Unternehmens beigetragen hat.”

www.cognizant.com

Bildquelle: Cognizant/Warwick Business School

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