Risiko „Mobile Endgeräte“

IT-Sicherheit auf mehreren Ebenen

Mobile Endgeräte können immer ein Risiko für die Unternehmens-IT darstellen: ­So werden sie in unkontrollierbaren Umgebungen betrieben und können Schad­software einschleusen. Mittlerweile existieren Softwarelösungen, um diese Systeme auf verschiedenen Ebenen zu schützen.

Smartphone, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Mobilgeräte stellen ein Sicherheitsrisiko in Unternehmen dar.

Heutzutage wollen Mitarbeiter ihre Smartphones und Tablets am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen – zudem nutzen sie diese auch für berufliche Aufgaben. Die IT der Unternehmen ist darüber weniger erfreut, da sie diese Geräte nur eingeschränkt kontrollieren kann. Das ist vor allem für größere Unternehmen, in denen nicht nur eine Handvoll dieser Systeme zu betreuen ist, sondern gleich eine drei- und demnächst vierstellige Anzahl, eine Herausforderung. Dies gilt umso mehr, wenn diese Geräte direkte Verbindung zu den Unternehmenssystemen besitzen, zum Beispiel zum ERP- oder CRM-System.

Das Problem entsteht dadurch, dass die mobilen Endgeräte bestimmungsgemäß sehr häufig, wenn nicht sogar immer, in ungeschützten Umgebungen betrieben werden, also außerhalb des Rechenzentrums oder der eigenen Geschäftsräume, beispielsweise innerhalb von Bahnhöfen, Flugplätzen oder in der Privatwohnung eines Mitarbeiters. Dort können Geräte leichter abhanden kommen, etwa durch Diebstahl oder Verlust. Befinden sich dabei Unternehmensdaten auf dem Gerät, hat ein unbefugter Nutzer alle Zeit der Welt, sich mit der Analyse zu beschäftigen.

Mobile Geräte sind erhöhten Risiken im regulären Betrieb ausgesetzt: Da die Verbindung zu den Unternehmensnetzen nicht wie bei den stationären Systemen über kontrollierte Netze läuft, können sie leicht Ziel von Schadsoftware oder anderen Phänomenen der Cyberkriminalität werden. Informationen können relativ leicht abgefangen werden, etwa wenn sich die Mitarbeiter über einen öffentlichen Hotspot oder das Mobilfunknetz einloggen. Die daraus resultierenden Schäden können erheblich sein: Es genügt beispielsweise, das Bewegungsprofil von Vertriebsmitarbeitern über eine infizierte App abzugreifen, und schon besitzen Cyberkriminelle einen Überblick, mit wem das Unternehmen Geschäfte macht.

Große Unternehmen setzen für die Verwaltung von mobilen Systemen in ihrem Umfeld häufig Lösungen für Mobile-Device- und Mobile-Application-Management ein. Diese verfügen in der Regel bereits über grundlegende Sicherheitsfunktionen, so etwa die Möglichkeit, Daten auf abhandengekommenen Geräten durch Fernzugriff zu löschen. Diese Lösungen bieten häufig auch eine Container-Architektur, mit der sich Unternehmens- von privaten Inhalten trennen lassen. Zu den Basisanforderungen gehört außerdem die Verschlüsselung von mobilen Speicherplatten. Das ist wichtig, weil der Verlust eines Geräts oft nicht sofort bemerkt wird, sodass eine Remote-Löschung von Daten zu einer Sicherheitslücke führen würde.

Moderne Prozessoren von mobilen Systemen sind so leistungsfähig, dass auch eine permanente Ver- und Entschlüsselung nicht zu Einschränkungen bei der Benutzung führt. Um missbräuchliche Zugriffe zu unterbinden, sollten Unternehmen den mobilaffinen Mitarbeitern nur Zugang zu bestimmten Ressourcen einräumen, was sich durch ein unternehmensweites Identity- und Access-Management steuern lässt.

Zusätzlich zu diesen Schutzmaßnahmen müssen für die Abwehr von Schadsoftwareinfizierung und von Datenmissbrauch die laufenden Datenzugriffe durch ein abgestimmtes Maßnahmenpaket aktiv geschützt werden. Secure-Mobile-Access-Lösungen (SMA), wie sie etwa Dell Services anbietet, können dabei in einer ersten Stufe prüfen, ob die mobilen Geräte, die sich einloggen wollen, dazu überhaupt berechtigt sind. Dazu werden Geräte-ID, Zertifikatsstatus und Betriebssystemversion abgefragt.

Kommen mobile Zugriffe auf das Unternehmensnetz zustande, so sollten diese ausschließlich über verschlüsselte SSL-VPN-Verbindungen erfolgen. Auch das kann eine SMA-Lösung kontrollieren. Schließlich sollte auch der VPN-Verkehr selbst überwacht werden. Eine Next-Generation-Firewall (NGFW) kann sämtliche Inhalte entschlüsseln und analysieren. Weitere Maßnahmen am NGFW-Gateway wie Anti-Virus, Anti-Spyware oder Intrusion Prevention können Angriffe unterbinden, ehe sie das Unternehmensnetzwerk erreichen.

Die Vielzahl der genannten Lösungen zeigt, dass Unternehmen, die einen umfassenden Schutz realisieren wollen, derzeit noch eine ganze Reihe von Anwendungen implementieren müssen, um auf allen Ebenen gegen Angriffe auf ihre mobilen Systeme und deren Kommunikation gewappnet zu sein. Umfassende Enterprise-Mobility-Management-Lösungen sind jedoch in Sicht, die diese Ansätze integrieren und alle Arten von mobilen Geräten auf allen Ebenen schützen können.

 

Wie Unternehmen ­Sicherheit für mobile ­Geräte erreichen können

  •   Benutzer für das Thema IT-Sicherheit sensibilisieren und regelmäßig im Unternehmen kommunizieren
  •   Alle mobilen Systeme und Anwendungen im Unternehmen erfassen
  •   Zugriffs- und Identitätsmanagement implementieren
  •   Zugriff auf mobile Endgeräte mit Passwörtern schützen
  •   Daten auf mobilen Endgeräten grundsätzlich verschlüsseln
  •   Funktionen zum Löschen von Daten aus der Ferne und für die Sperrung gehackter Devices vorsehen
  •   Aktualität der Betriebssysteme auf mobilen Endgeräten sicherstellen
  •   Nutzung öffentlicher WLANs ohne VPN-Verbindung unterbinden
  •   Container zur Trennung privater und beruflicher Daten einrichten

Quelle: Dell Services

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok