IT-Sicherheitsumfrage

"Made in Germany" steht hoch im Kurs

Deutschen IT-Produkten wird eine höhere Sicherheit bescheinigt und ein größeres Vertrauen entgegen gebracht, ergab eine Lancom-Umfrage zur IT-Sicherheit.

IT-Sicherheit “Made in Germany" ist beliebt. Viele Unternehmen machen die Herkunft aus Deutschland zu einem wichtigen Entscheidungskriterium bei Investitionen in die IT- Sicherheit. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage, die Lancom Systems unter knapp 250 IT-Fachleuten im August und September dieses Jahres durchgeführt hat.

Deutsche Produkte steigen nach den NSA-Skandalen der letzten Wochen und Monate im Ansehen. Ihnen wird eine höhere Sicherheit bescheinigt und ein größeres Vertrauen entgegen gebracht. Insbesondere auf der Infrastrukturebene wird künftig sehr viel stärker als bisher auf die Herkunft der eingesetzten Lösungen geachtet.

Generell werden inländische Produkte von 58 Prozent der Befragten als sicherer bewertet. Ein Großteil der Teilnehmer sieht nach Prism einen gesteigerten Bedarf an IT-Sicherheitsprodukten "Made in Germany" (71 %) und will in Zukunft mehr Wert auf die Herkunft der eingesetzten IT-Produkte und insbesondere der Router legen.

Das war nicht immer so, denn in der Vergangenheit achteten die Befragten zu einem großen Teil gar nicht (40 %) oder nur gelegentlich (28 %) auf das Herkunftsland ihrer Router. Zukünftig wollen die Befragten der Herkunft dieser wichtigen Netzwerkkomponente wesentlich mehr Beachtung schenken: Vier von fünf Unternehmen wollen wahrscheinlich oder sicher darauf achten.

Die Umfrage ergab insgesamt, dass die Unternehmen bei der IT-Sicherheit noch vor Herausforderungen stehen. So haben etwa ein Viertel der befragten Unternehmen keine IT- Sicherheitsarchitektur, die Software, Hardware und Prozesse gleichermaßen abdeckt. Ob sich das so rasch ändern wird ist fraglich, denn eine Erhöhung des Etats zugunsten der IT-Sicherheit ist nur in jedem sechsten Unternehmen (17 %) geplant.

Ein wichtiger Aspekt ist das Vertrauen in die Sicherheitsprodukte, das zum Beispiel über IT-Security-Zertifizierungen erreicht werden kann. So erteilt zum Beispiel das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Zertifizierungen, die Transparenz bei den Sicherheitseigenschaften und der Vertrauenswürdigkeit von IT-Produkten schaffen.

Allerdings kennen deutlich weniger als die Hälfte der Unternehmen (43%) überhaupt solche Zertifizierungen und davon wiederum sind etwa 60 Prozent mit den vom BSI erteilten Zertifizierungen vertraut. Sie sind ein guter Anhaltspunkt dafür, wie sicher und vertrauenswürdig ein IT-Produkt ist.

“Hier sind Hersteller, Verbände und die Politik ganz klar gefordert, Zertifizierungen bekannter zu machen und ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu steigern", meint Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von LANCOM Systems. Isngedamt zieht er ein positives Fazit aus der Umfrage: "Als deutscher Hersteller freut es uns sehr, dass Produkte "Made in Germany" in Sachen Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit einen solch exzellenten Ruf genießen.”

Bildquelle: Aka / pixelio.de

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