„Die nächste Version von Microsoft Dynamics NAV wird unser erstes ERP-Produkt für die Cloud“, sagte Michael Park, der das operative Geschäft in Microsofts ERP-Sparte “Microsoft Business Division” (MBS) verantwortet, gegenüber der Zeitschrift Euro am Sonntag. Der Start ist für 2012 geplant.
Mit einer ERP-Lösung wie NAV können Unternehmen ihre Finanzbuchhaltung, Produktion oder Personalwesen steuern. Solche Anwendungen laufen üblicherweise auf einem Server, der speziell für diesen Zweck angeschafft werden muss. In den letzten Jahren hat sich für diese Anwendungen Cloud Computing durchgesetzt: Der Rechner wird von einem Spezialisten betrieben, die Software wird komplett über das Web bedient.
Ungeachtet der weltweiten Konjunkturabkühlung erwartet Park auch im kommenden Jahr keinen Einbruch im Geschäft mit ERP-Software: "Die Kunden werden etwas vorsichtiger, aber sie müssen investieren", sagte Park. Viele Unternehmen hätten über drei, vier Jahre ihre Software vernachlässigt. Nun gebe es einen Investitionsstau.
Microsoft hatte das Geschäft mit Office- und Business-Lösungen in der Microsoft Business Division zusammengelegt. Sie gilt als eine der strategisch wichtigsten Bereiche im Konzern. Im Vorjahr war MBS laut Park um zehn Prozent gewachsen und damit deutlich schneller als der Gesamtmarkt.
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