Hersteller von Bankensoftware fusionieren

Misys "schluckt" Temenos

Fusionsverhandlungen erfolgreich: Der englische Bankensoftware-Hersteller Misys, der schon länger im Zentrum von Übernahmespekulationen steht, hat den kleineren Schweizer Rivalen Temenos geschluckt.

Guy Dubois, Temenos

Temenos-Chef Guy Dubois soll CEO des fusionierten Unternehmens werden.

Misys kam im ersten Geschäftshalbjahr 2011/12 auf umgerechnet 313 Mio. Dollar Umsatz, Temenos meldete zuletzt einen Jahresumsatz von 484 Mio. Dollar. Im Zuge eines Aktientausches halten die Misys-Aktionäre künftig 54 Prozent am neuen Unternehmen. Noch 2011 hatte Misys erfolglos mit Fidelity National Information Services über eine Fusion verhandelt. Alle drei Firmen sind auch in Deutschland aktiv und IBM-Partner. Zu aktuellen Kursen wäre das fusionierte Unternehmen rund 3,1 Mrd. Dollar wert.

Die Temenos Group AG wurde 1993 gegründet und ist ein weltweit aktiver Anbieter von Bankensoftware für das Privat- und Großkundengeschäft. Mit Haupsitz in Genf unterhält Temenos 68 Büros weltweit und bedient nach eigenen Angaben über 1.000 Kunden in mehr als 120 Ländern. Misys wurde bereits 1979 und versorgt mit 4.000 Mitarbeitern über 1.200 Bankinstitute mit Anwendungsoftware und IT-Services.

CEO des fusionierten Unternehmens werden soll Temenos-Chef Guy Dubois, während Misys-CFO Stephen Wilson designierter Finanzchef ist. Misys-CEO Mike Lauwrie (58) scheidet dagegen aus und wird beim IT-Dienstleister CSC Nachfolger von Chief Executive Officer Michael Laphen (61), der in den Ruhestand geht. Lawrie soll spätestens zum 31. März ins Unternehmen eintreten.

www.temenos.com/Microsites/Deutschland

www.csc.com/de

www.misys.com

www.fisglobal.com/EMEA/Germany/index.htm

Bildquelle: Temenos

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