Fabian Henzler, Director Product Marketing bei Matrix42
Dennoch halten sich diese Vorurteile in vielen Unternehmen hartnäckig. Warum? Weil die stark zunehmende IT-Komplexität und eine neue Generation von zunehmend anspruchsvollen Mitarbeitern dafür sorgen, dass IT-Abteilungen die Erwartungen der Benutzer nicht erfüllen können und keine Zeit haben, um Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.
In Industrieländern kennen Personen, die nach 1990 geboren wurden, kein Leben ohne Internet oder Mobilgeräte. Da diese „Digital Natives“ einen großen Teil der Arbeitnehmerschaft ausmachen, sehen sich IT-Abteilungen zunehmend unter dem Druck, den Mitarbeitern im Büro dasselbe Technologie-Erlebnis zu bieten, wie sie es zu Hause genießen. Kommen IT-Abteilungen dem nicht nach, hat dies gravierende Konsequenzen.
Wenn Benutzer beispielsweise das Gefühl haben, dass ihre Anforderungen nicht erfüllt werden, greifen sie auf ihre persönlichen bzw. auf nicht offiziell von der IT-Abteilung genehmigte Geräte, Apps und Services zurück. Gleichzeitig erwarten sie aber, dass der Helpdesk des Unternehmens Support für diese „Schatten-IT“ leistet. Die IT wird dadurch nicht nur komplexer, sondern auch undurchsichtiger, wodurch das Risiko unvorhersehbarer Probleme zusätzlich erhöht wird.
Das Ergebnis: Die Anfälligkeit für Betriebsstörungen und die Arbeitslast der IT-Abteilung steigen beträchtlich. Aber nicht nur das: Auch die Fähigkeit des Unternehmens, junge Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, wird beeinträchtigt – ein weiterer Punkt, der der IT-Abteilung vorgehalten wird, wenn sie für ihren mangelnden Beitrag zum Unternehmenswert kritisiert wird.
Die meisten Unternehmen sind nicht gut genug ausgerüstet, um mit dieser äußerst komplexen neuen Realität umzugehen, da ihre vorhandenen Service Management Systeme entweder ungeeignet oder zu schwer zu bedienen sind. Service Manager müssen also entweder mehrere Systeme verwenden, was zeitraubend und ineffizient ist, oder es entstehen Informationslücken. Letztendlich wirkt sich die mangelnde Transparenz bei IT-Servicekosten und -Nutzung auf das gesamte Unternehmen aus. Und am Ende wird der CIO dafür verantwortlich gemacht.
CIOs, die diesen Herausforderungen gegenüber stehen, glauben oft, sie müssten die Service Management Umgebung individuell anpassen, um der steigenden Komplexität Herr zu werden – ein Kampf, den sie letztlich mit Sicherheit verlieren werden –, oder die Lösungen stilllegen und ersetzen, in die sie bereits eine Menge Geld und Zeit investiert haben.
Keine dieser Optionen trägt jedoch dazu bei, dass die IT nicht mehr als Kostenstelle, sondern als wertvolles Profit-Center angesehen wird. Glücklicherweise gibt es eine weitere Option.
Service Management Lösungen, die den gesamten Servicelebenszyklus in einem zentralen System abbilden, sind Mangelware. Noch rarer sind Lösungen, die eine Einbindung vorhandener Infrastrukturkomponenten und externer Managementprodukte erlauben.
Langfristig gesehen ist ein integrierter Ansatz jedoch der beste und kosteneffizienteste Weg, um die vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen, mit denen CIOs konfrontiert sind. Bei der Auswahl einer Lösung sollten die folgenden drei Ziele im Vordergrund stehen:
Ein integrierter Service Management Ansatz bietet nicht nur für eine kleine Gruppe von IT-Spezialisten oder Anwendern Vorteile, sondern für das gesamte Unternehmen. Mit der richtigen Lösung profitiert sich der CIO in vielerlei Hinsicht:
Ein bedienerloses, integriertes Service Management sorgt für mehr Kostentransparenz sowie höhere Servicequalität und Zuverlässigkeit – wichtige Faktoren, anhand der CIOs der Geschäftsleitung und Kunden die Bedeutung der IT demonstrieren können. Dadurch können sie beginnen, die IT-Abteilung von einer Kostenstelle in ein Profit-Center zu verwandeln. Letztendlich ist dies der Schlüssel zu einem besseren Arbeitsleben für CIOs, ihre IT-Teams und ihre Kunden.