08.05.2017 Standortübergreifende Zusammenarbeit

Mit UCC einen Modern Workspace schaffen

Von: Lea Sommerhäuser

„Eine moderne Arbeitsumgebung zu schaffen, ist für Unternehmen enorm wichtig“, meint Dr. Ralf Ebbinghaus, Vorstandsvorsitzender der Swyx Solutions AG. Mit welchen praktischen Funktionen UCC-Lösungen die moderne Arbeitsplatzgestaltung unterstützen, erläutert er im Interview.

Dr. Ralf Ebbinghaus, Swyx Solutions AG

„Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Kommunikationslösung genau auf die Anforderungen und Rahmenbedingungen des Unternehmens abgestimmt ist“, betont Dr. Ralf Ebbinghaus von Swyx Solutions.

IT-DIRECTOR: Herr Dr. Ebbinghaus, was sind Ihrer Ansicht nach die drei wichtigsten Unified-Communications-and-Collaboration-Trends (UCC) in 2017?
R. Ebbinghaus:
Ungebrochen ist der Trend, UCC-Lösungen aus der Cloud zu beziehen. Außerdem liegen individuelle Lösungen für die spezifischen Anforderungen eines Unternehmens im Trend. Ein ganz zentraler Aspekt ist dabei auch die Integrationstiefe: Eine zukunftsfähige UCC-Lösung muss sich nahtlos in bestehende Infrastrukturen einbinden lassen und alle relevanten Schnittstellen abdecken. Nur so profitieren Anwender von allen Vorteilen einer vernetzten Kommunikation. Nur ein Beispiel für diese Vorteile ist die Möglichkeit einer intelligenten, regelbasierten Rufumleitung: Nutzer können bestimmte Kriterien definieren und es beispielsweise von Datum und Uhrzeit oder Outlook-Kalendereinträgen abhängig machen, ob und an wen ein Anruf weitergeleitet wird.

IT-DIRECTOR: Welche Bedeutung schreiben Sie an dieser Stelle der „agilen Zusammenarbeit“ – Stichwort „Collaboration“ – zu?
R. Ebbinghaus:
Collaboration ist ein wichtiges Thema, dessen Bedeutung künftig noch weiter steigen wird. Die Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Teams an unterschiedlichen Standorten wird immer häufiger. Daher steigt die Nachfrage nach Lösungen, die diese Kooperationen erleichtern. Gerade jüngere Nutzer erwarten auch am Arbeitsplatz zeitgemäße Collaboration-Tools und Kommunikationsmöglichkeiten wie Instant-Messaging-Dienste.

IT-DIRECTOR: Wie sieht demnach der „Arbeitsplatz der Zukunft“ aus?
R. Ebbinghaus:
Der Arbeitsplatz der Zukunft ist nicht mehr an einem festen Ort gebunden, sondern mobil. Das erfordert vor allem eine flexible Kommunikationslösung: Sie muss die verschiedensten Endgeräte unterstützen und Mitarbeitern ermöglichen, sowohl in einem festen Büro und an flexiblen Arbeitsplätzen in Unternehmen als auch zuhause oder unterwegs auf alle Funktionen zuzugreifen. Mitarbeiter benötigen kein Tischtelefon mehr, sondern können einen Laptop in Verbindung mit einem Headset als universelles Kommunikations- und Arbeitsgerät nutzen.

IT-DIRECTOR: Inwieweit befassen sich Großunternehmen bereits mit der Umsetzung eines „Modern Workspace“?
R. Ebbinghaus:
Eine moderne Arbeitsumgebung zu schaffen, ist für Unternehmen enorm wichtig. Wir unterstützen sie dabei mit einer Kommunikationslösung, die sich in CRM- oder ERP-Systeme integrieren lässt und alle erforderlichen Funktionen auf einer Bedienoberfläche bündelt. Das steigert die Effizienz der Prozesse im Arbeitsalltag und Mitarbeiter können – falls gewünscht – überall und jederzeit auf alle Anwendungen zugreifen, die sie für ihre Arbeit benötigen.

IT-DIRECTOR: Welche Vorteile und Möglichkeiten ergeben sich durch die Gestaltung von flexiblen Arbeitsplätzen, mit welchen Nachteilen müssen Büronomaden zugleich rechnen?
R. Ebbinghaus:
Die Möglichkeit, überall und jederzeit zu arbeiten, schafft höhere Flexibilität. Unternehmen können Büroflächen mit flexiblen Arbeitsplätzen bedarfsabhängig nutzen und externe Mitarbeiter einfach in Projekte einbinden. Teams können standortübergreifend effizient zusammenarbeiten. Auch Mitarbeiter profitieren von größerer Freiheit: Sie können immer häufiger ihren Arbeitsort selbst bestimmen. Die ständige Erreichbarkeit kann Mitarbeiter aber auch belasten. Daher sind sie in stärkerem Maß als bisher gefordert, für eine individuell stimmige Work-Life-Balance zu sorgen.

IT-DIRECTOR: Welche UCC-Technologien unterstützen konkret die Umsetzung eines „Modern Workspace“?
R. Ebbinghaus:
Zeitgemäße UCC-Lösungen unterstützen eine moderne Arbeitsgestaltung mit zahlreichen praktischen Funktionen wie beispielsweise der Möglichkeit, überall und unabhängig vom gerade genutzten Endgerät unter einer einheitlichen Rufnummer erreichbar zu sein. Eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass auf diese Weise flexibel gearbeitet werden kann, ist natürlich, dass eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung steht.

IT-DIRECTOR: Welche Rolle spielt hier die Cloud? Inwieweit konnte sie bereits das Vertrauen der Anwender gewinnen?
R. Ebbinghaus:
Im täglichen Leben nutzt jeder von uns längst cloud-basierte Applikationen und auch Unternehmen setzen zunehmend auf die Cloud. Sie haben dabei schließlich die Wahl zwischen unterschiedlichen Varianten: Von der Private Cloud über hybride Lösungen bis hin zur Public Cloud und können sich für ein Modell entscheiden, das ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht wird.

IT-DIRECTOR: Wie stellen Unternehmen fest, ob sie grundsätzlich für die Kommunikation aus der Wolke bereit sind?
R. Ebbinghaus:
Diese Frage muss jedes Unternehmen für sich beantworten und überprüfen, ob es von einer Lösung aus der Cloud profitiert. Entscheidend dafür sind zum einen die Rahmenbedingungen und das Umfeld eines Unternehmens sowie zum anderen sein individueller Nutzen von einer cloud-basierten Lösung.

IT-DIRECTOR: Welche Voraussetzungen müssen letztlich erfüllt sein, damit alle Kommunikationsdienste (Telefonie, Videokonferenzen, Desktop-Sharing, etc.) reibungslos funktionieren und der Kollaboration der Mitarbeiter unternehmensweit nichts im Wege steht?
R. Ebbinghaus:
Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Kommunikationslösung genau auf die Anforderungen und Rahmenbedingungen des Unternehmens abgestimmt ist. Die erfolgreiche Umsetzung hängt letztlich aber von der Akzeptanz der Mitarbeiter ab. Denn auch die beste UCC-Lösung verschafft einem Unternehmen nur dann Vorteile, wenn sie in all ihren Funktionen genutzt wird. Bei der Einführung ist es daher wichtig, die Mitarbeiter „mitzunehmen“ und sie im Umgang mit der Lösung zu schulen.

IT-DIRECTOR: An welchen Stellen sehen Sie aktuell noch viel Handlungsbedarf im Bereich „UCC“?
R. Ebbinghaus:
Die Herausforderung besteht darin, eine Brücke zwischen den tatsächlichen Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen und den zahlreichen Möglichkeiten zu schlagen, die eine innovative Software-Lösung bietet. Gemeinsam mit unseren Partnern sorgen wir dafür, dass dieser Brückenschlag bei jeder Umsetzung gelingt und wir unseren Kunden eine individuelle Kommunikationslösung bieten, die aktuelle und künftige Anforderungen erfüllt.

Bildquelle: Swyx

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