Die Zeit wird knapp. Ab dem 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Trotz aller Bemühungen von Städten und Gemeinden zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass die verfügbaren Plätze bei weitem nicht ausreichen. Eine neue Softwarelösung soll ihnen dabei helfen, sich einen Überblick über das vorhandene Betreuungsangebot zu verschaffen, die verfügbaren Plätze schnell und transparent zu verteilen – und so die befürchtete Klagewelle zu vermeiden.
Auf Seiten der Kommunen gibt es deshalb bereits Überlegungen zu flexiblen Lösungen wie z.B. der Vergrößerung von Kindergartengruppen oder sogar einem „Kindergartenplatz-Sharing“, bei dem sich zwei Kinder einen Betreuungsplatz teilen.
Die Zeit für Alternativen wird jedoch knapp, denn um diese überhaupt in Betracht ziehen zu können, benötigen die Kommunen zunächst einen konkreten Überblick über die bestehende Angebots- und Nachfragesituation. Dieser kann oftmals jedoch nicht gegeben sein, stattdessen ist die Kita-Platz Situation häufig sehr undurchsichtig.
Eine neue Softwarelösung soll nun Licht in den Betreuungsdschungel bringen. Die Kita-Lösung „NiKita – Das Netzinformationssystem für die Kita-Verwaltung“ von Moysies & Partner sorgt laut Anbieter für die notwendige Transparenz, indem sie alle relevanten Akteure im Umfeld der Kindertagesbetreuung in einem Webportal zusammenbringt und mit den nötigen Informationen versorgt. So soll die Kommune im Portal immer einen tagesaktuellen Überblick über die Angebots- und Nachfragesituation erhalten. Zudem sehen die Eltern auf einen Blick, welche Betreuungsangebote es gibt, und können über die Anbietergrenzen hinweg entscheiden, welches Angebot das richtige für sie ist. Auch die Anmeldung könnten sie schnell und transparent im Portal vornehmen, heißt es in einer Pressemeldung. Dabei seien die Eltern jederzeit über den jeweils aktuellen Bearbeitungsstand informiert. Dabei basiert die Lösung auf der Intranet- und Portalsoftware Intrexx von United Planet.
Die einzelnen Betreuungseinrichtungen erhalten ebenfalls Zugriff auf die gemeinschaftliche Plattform. Ihnen will das Portal praxiserprobte Werkzeuge zur Verfügung stellen, die die Erledigung der administrativen Tätigkeiten und die Ressourcenplanung erleichtern und verbessern.
Nicht zuletzt kommt dem zentralen Wartelistenmanagement eine Schlüsselrolle zu: Nicht selten tragen sich Eltern sicherheitshalber in die Wartelisten mehrerer Kitas ein, wodurch es üblicherweise schwer bis unmöglich wird, einen Überblick über die tatsächliche Nachfragesituation zu erhalten. Im Portal werden derartige Mehrfachanmeldungen angezeigt, wodurch Kommunen und Einrichtungsträger auf einen Blick sehen können, welcher konkrete Bedarf aktuell besteht. Dies soll die Planung und Vergabe der Betreuungsplätze deutlich erleichtern.
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