BA setzt auf Remote-Access-VPN-Lösung

Mobile Telearbeit via Internet

Neue Remote-Access-VPN-Technologie ermöglicht es den Mitarbeitern der ­Bundesagentur für Arbeit (BA), sich von einem mobilen Arbeitsplatz zum zentralen Server in der Dienststelle verbinden zu lassen und alle dort installierten Anwendungen zu nutzen.

Beratung, Bildquelle: BA

Mit der Einführung einer neuen Remote-Access-VPN-Lösung wollte die BA den Zugriff via VPN für Aufgaben wie Rufbereitschaft, Remote-Technikeinsatz und Telearbeit optimieren. Den Mitarbeitern sollte neben der Nutzung von E-Mail und Textverarbeitungssoftware auch Zugriff auf IT-Fachverfahren ermöglicht werden, wie sie am regulären Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Dabei galt es, die vormals existierenden technischen Einschränkungen der Übertragungsmedien durch eine internetbasierte Einwahl zu beseitigen.

Die Zielsetzung bestand darin, für eine große Zahl von Telearbeitsplätzen kostenfreie Einwahldienste, providerunabhängige Internetzugänge und mobile Dienste (z.B. GPRS, UMTS) zu ermöglichen – abgeschirmt in einem hochsicheren VPN. Die Nutzung der VPN-Technik hat sich, insbesondere im Bereich des Remote-Zugriffs mobiler und stationärer Nutzer auf zentrale Ressourcen, als Standardlösung etabliert. Sie dient der Sicherstellung von Integrität (die Daten können während der Übertragung nicht verändert werden), Vertraulichkeit (die Daten werden abhörsicher übertragen) und der Authentifizierung des Datenursprungs (die Daten kommen vom richtigen Absender). Zudem bieten VPNs ein Einsparungspotential, indem sie statt teuren Standleitungen bzw. ISDN-Wählverbindungen das Internet als Transportmedium nutzen.

Bei all der gebotenen Sicherheit soll der Betrieb des VPNs für den Anwender transparent erfolgen und diesen durch die implementierten Sicherheitsmechanismen nicht in seiner Arbeit beeinträchtigen. Ein wichtiges Auswahlkriterium war demzufolge eine leicht zu bedienende VPN-Software, um die Nutzerakzeptanz zu erhöhen und den Aufwand für Einweisungen und Schulungen zu minimieren. Wichtige Punkte waren die Skalierbarkeit der VPN-Plattform sowie die Sicherheit der mobilen Endgeräte. Die Auswahl der VPN-Lösung wurde im Rahmen einer Ausschreibung durchgeführt. Die BA hat die vorgeschlagene Lösung bewertet und in einer Teststellung ausführlich getestet. Nach erfolgreicher Probephase wurden zunächst zwischen der Firewall und der VPN-Plattform Schnittstellen geschaffen. Die VPN-Plattform wurde parallel bereitgestellt, wobei der Anwender mit Hilfe automatisierter Installationsskripte über die tatsächliche Umstellung der Einwahllösung bestimmen konnte.

Auf den Windows-basierten mobilen Endgeräten kommt die „Remote Access VPN“-Software der NCP Engineering GmbH im Umfang von 15.000 Lizenzen zum Einsatz. Die VPN Client Suite auf Basis des IPsec-Standards verfügt über einen eigenen Dialer und sorgt für die Verbindung mit dem Internet-Service-Provider sowie für den Aufbau des VPN-Tunnels zum VPN-Server. Eine integrierte dynamische Personal-Firewall schützt den entfernten Rechner vor Attacken aus dem Web und gegenüber anderen Teilnehmern eines lokalen Netzes. Für den kompletten Verbindungsaufbau genügt dem Mitarbeiter ein Mausklick. Der VPN-Client wählt automatisch das Übertragungsmedium über Internet oder UMTS und baut den VPN-Tunnel zum Netz der BA auf. Dem Telearbeiter stehen ab diesem Zeitpunkt, in Abhängigkeit von seinen Berechtigungen, sämtliche Anwendungen zur Verfügung. Als Gegenstelle zu den VPN-Clients fungiert der „NCP Secure Enterprise VPN“-Server. Dieser übernimmt die Authentisierung der Benutzer, die Terminierung des VPN-Tunnels sowie die Weiterleitung der Verbindung durch weitere Tunnel in das BA-Netzwerk. Die Architektur des VPN-Servers ist auf hohe Skalierbarkeit ausgelegt, so dass die Nutzerzahl jederzeit dem aktuellen Bedarf angepasst werden kann. Ein weiterer Bestandteil der gemanagten VPN-Plattform ist das Secure Enterprise Management (SEM). Es sorgt für das automatische Einspielen neuer Client-Konfigurationen. Die Konfigurationsparameter der VPN Client Suite werden über das Managementsystem so angelegt, dass sie vom User nicht umgeh- bzw. manipulierbar sind.

 

Das IT-Systemhaus der BA
Die IT der Bundesagentur für Arbeit (BA) gliedert sich in die Bereiche IT-Steuerung, IT-Systemhaus und Vor-Support. Das IT-Systemhaus ist dabei der operative IT-Dienstleister der BA. Die Informationstechnik der Bundesagentur für Arbeit vollbringt die komplette Rechenzentrumsleistung für 1.800 angebundene Liegenschaften. Mit 160.000 vernetzten PC-Arbeitsplätzen und der dazugehörigen Infrastruktur (z.B. 11.400 Server, drei zentrale hochverfügbare Rechenzentren) betreibt die BA-Informationstechnik eine der größten IT-Landschaften Deutschlands und entwickelt diese ständig weiter.
Im Internet: www.arbeitsagentur.de

 

Bildquelle: BA

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