CentOS-Plattform abgelöst

Mobiliar mit Red Hat Enterprise Linux

Der Schweizer Versicherer Mobiliar will bis Ende 2013 seine CentOS-Plattform durch Linux-Systeme von Red Hat, dem weltweit führenden Anbieter von Open-Source-Lösungen, ersetzen. Mobiliar wird dabei das Betriebssystem Red Hat Enterprise Linux, die Systemmanagement-Lösung Red Hat Network Satellite und den Red Hat Directory Server implementieren.

Die 1826 gegründete Mobiliar mit Hauptsitz in Bern ist die älteste private Versicherungsgesellschaft der Schweiz. Das Angebot für Privat- und Firmenkunden reicht von klassischen Haushaltsversicherungen über Gebäude-, Haftpflicht- und Fahrzeugversicherungen, Lebens-, Unfall- und Krankenversicherungen bis hin zu Transport- und Reiseversicherungen. Die zentrale IT-Infrastruktur der Mobiliar wird in drei Rechenzentren bereitgestellt: In zwei Standorten in Bern werden die Unix- und Linux-Systeme betrieben und in Winterthur die Mainframes.

Ziel von Mobiliar ist, die verschiedenen eingesetzten Linux-Systeme zu vereinheitlichen, um Kosten zu senken und die Strategie "Support für sämtliche Linux-Systeme" umzusetzen. Überwiegend wurde hier CentOS genutzt, teilweise aber auch bereits Red Hat Enterprise Linux. Um hier eine Konsolidierung und eine Reduzierung des Administrationsaufwandes zu erreichen, hat man sich für die durchgängige Einführung von Red Hat Enterprise Linux entschieden.

Implementation auf IBM-Servern

Die Lösung wurde auf IBM-x86-Servern der Modellreihe x3850 implementiert. Insgesamt laufen heute bei Mobiliar bereits mehr als 250 Instanzen von Red Hat Enterprise Linux, davon rund 230 virtualisiert. Auf allen neuen Servern wird nur noch Red Hat Enterprise Linux eingesetzt.

Mobiliar nutzt außerdem die Systemmanagement-Lösung Red Hat Network Satellite, über die die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Red Hat Enterprise Linux erfolgt. Red Hat Network Satellite verspricht alle erforderlichen Tools für eine effiziente Verwaltung der Systeme. Konkret soll die Systemmanagement-Lösung die vollautomatische Betriebssysteminstallation bei Servern über das Netzwerk sowie die Wartung des Betriebssystems ermöglichen. Die Automatisierung der Installationsprozesse soll zum einen die Qualität der Softwareverteilung erhöhen und zum anderen den Administrationsaufwand verringern. Über die Plattform erfolgt auch die Bereitstellung von Software-Updates.

René Nef, Leiter Engineering bei Mobiliar, erläutert: "Unterschiedliche Plattformen bedeuten immer einen unnötig hohen Verwaltungsaufwand. Diese Problematik wollten wir im Linux-Bereich beseitigen und haben uns deshalb entschlossen, hier einen ‚Red Hat only’-Weg zu gehen. Ausschlaggebende Gründe für diese Entscheidung waren neben der angestrebten Komplexitätsreduzierung der professionelle Hersteller-Support und die preislich attraktive Gestaltung der Lösungen von Red Hat, die zudem noch hochskalierbar sind und uns damit Zukunftssicherheit bieten. Im Rahmen des Migrationsprojektes wurden bereits wichtige proprietäre Anwendungen der Mobiliar sowie eine COR&FJA-Standardsoftware für Versicherungen erfolgreich auf die neue Betriebssystemplattform migriert. Generell planen wir auch eine Ablösung anderer Plattformen, die wir momentan noch nutzen, durch Red Hat Enterprise Linux."

Nicht zuletzt nimmt Mobiliar innerhalb des Projektes auch den Red Hat Directory Server in Betrieb. Es handelt sich dabei um einen LDAP-konformen Server, mit dem UserIDs zu Servergruppen und Servergruppen zu Servernamen zugeordnet werden, die zum Autorisieren für Systemzugriffe und Rechte auf Betriebssystemebene benötigt werden.

www.mobi.ch

www.redhat.de

Bildquelle: Mobiliar

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