Norbert Keil, Enterprise Account Manager bei APC
Der Energieverbrauch besitzt einen immer größeren Anteil an den Gesamtbetriebskosten. Daher gehört Energieeffizienz mittlerweile zu den essentiellen Themen von RZ-Betreibern. Doch viele Verantwortliche gehen das Problem ausschließlich aus dem Blickwinkel der IT an. Die Infrastruktur mit Klima- und Stromversorgungssystemen wird häufig nicht betrachtet.
Wer bei seinem RZ langfristig Kosten einsparen möchte, sollte neben der Virtualisierung auch bei der Kühltechnologie ansetzen: Die Klimatisierung zählt zu den Energiefressern schlechthin. Gut die Hälfte der erforderlichen Energie eines Rechenzentrums geht bei herkömmlichen Systemen auf ihr Konto. Gefragt sind energieeffiziente Alternativen. Bei modernen Anlagen mit einer Kühlleistung über 30 Kilowatt ist freie Kühlung meist schon sinnvoll einsetzbar. So reicht auch hierzulande die kalte Außenluft aus, um die Temperatur in Rechenzentren zu regeln. APC setzt bei größeren Installationen ab circa 100 Kilowatt Kühlleistung auf eine Kombination von indirekter freier Kühlung und Verdunstungskühlung.
Bei kalten Temperaturen wird die heiße Luft durch einen Luft-Luft-Wärmetauscher gekühlt. Erst wenn die reine Außenluft nicht mehr ausreicht, wird die Verdunstungskühlung hinzugeschaltet. In über 8.000 Stunden im Jahr kommt das System so ohne Kompressor aus. Kühlungssysteme sollten sich zudem in Richtung Modularität weiterentwickeln. Die Kühlung der Zukunft muss leicht erweiterbar sein und mit dem RZ mitwachsen. Denn: Eine komplexe Infrastruktur in Verbindung mit Bauteilen verschiedener Hersteller ist umständlich und fehleranfällig. RZ-Betreiber benötigen robuste und in sich redundante Kühlsysteme. Die modulare Bauweise bietet hier Vorteile hinsichtlich der Redundanz und Skalierbarkeit.