11.09.2017 Wie Telematik die Stadtreinigung verbessert

Müllautos im Internet der Dinge

Vodafone und der thüringische Telematikspezialist Dako bringen Müllautos ins Netz. Die gesamte Flotte der Stadtreinigung Schmalkalden GmbH funkt jetzt im Internet der Dinge. Eine spezielle Telematiklösung spart hier Zeit und Kosten.

Die Stadtreinigung Schmalkalden funkt im Netz von Vodafone.

Die Stadtreinigung Schmalkalden nutzt das Telematiksystem seit diesem Jahr in allen 62 Flottenfahrzeugen.

Der Einsatz digitaler, vernetzter Technologien optimiert die Verwaltung großer LKW-Flotten. Vodafone will das Internet der Dinge überall hinbringen. Sogar Fahrzeuge von Entsorgungsunternehmen wie der Stadtreinigung Schmalkalden funken im Netz des TK-Anbieters. Über eine fest verbaute Telematikbox mit Global-SIM stehen alle Beteiligten in ständigem Datenaustausch – von Disponenten über die Fahrer bis zu den Fahrzeugen selbst. Daten, die bislang regelmäßig für jedes Fahrzeug einzeln ausgelesen wurden, werden jetzt ganz automatisch übertragen. Mit der Telematiklösung kann die Einsatzleitung in Echtzeit über eine webbasierte Anwendung mit der gesamten Fahrzeugflotte kommunizieren.

Die Stadtreinigung Schmalkalden nutzt das System seit diesem Jahr in allen 62 Flottenfahrzeugen. „Vorher hatten wir drei unterschiedliche Systeme parallel im Einsatz“, sagt Torsten Jahns, Geschäftsführer der Schmalkalden Stadtreinigung GmbH. „Mit der neuen Lösung lassen sich etwa Lenk- und Ruhezeiten prüfen oder Daten zum Zustand einzelner Fahrzeugsysteme über ein Dashboard abfragen.“ Die Live-Übersicht und Analyse hilft bei der Routenplanung und dem Routen-Controlling. Hier sorgt sie für einen effizienten Einsatz von Fahrzeugen und Personal und für eine optimierte CO2-Bilanz durch Reduzierung des Spritverbrauchs. „Bereits jetzt konnten wir bei der Einsatzleitung eine Zeiteinsparung feststellen“, betont Frank Jaeger, Betriebsleiter bei der Schmalkalden Stadtreinigung GmbH.

Das Internet der Dinge schützt Fahrer und Fahrzeug


Die Einsatzleitung erhält mit der Telematiklösung eine Live-Übersicht über Lenk- und Ruhezeiten aller Fahrer. Sind diese ausgereizt, können sie die Einsatzplanung entsprechend ändern. Das schützt den Fahrer vor ungewollten Lenkzeitüberschreitungen. Mögliche Änderungen der Route werden direkt an den Fahrer gesendet. Das macht aufwendige Abstimmungen per Telefon überflüssig. Zudem sind die Fahrzeuge durch Geofencing – eine metergenaue Ortung – besser vor Diebstahl geschützt.

Die Pakete Telematik Classic, Telematik Premium Light und Telematik Premium umfassen die Telematikbox für das Fahrzeug inklusive der SIM-Karte mit einer deutschland- oder europaweiten Flatrate sowie die webbasierte Applikation. Die Leistungen werden zu einem monatlichen Festpreis abgerechnet. So haben die Unternehmen volle Kostenkontrolle und überschaubare Anfangsinvestitionen. Der Spritverbrauch kann um bis zu zehn Prozent reduziert werden. In Summe lassen sich die Fuhrparkkosten mit dem Einsatz der Lösung um bis zu 20 Prozent senken, heißt es.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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