25.07.2017 Rasant in die Zukunft

Neue Storage-Systeme für Sixt aus der Private Cloud

Von: Darina Steinberger, Christoph Paetow

Nachdem Sixt zuletzt stetig gewachsen ist, wurde die alte Storage-Landschaft den ­Anforderungen nicht mehr gerecht. Die neuen Speichersysteme kommen aus der privaten Cloud und gewährleisten eine bessere Kapazitätsauslastung.

Schnelles Auto

In den letzten Jahren ist Sixt stark gewachsen. Das Unternehmen hat neue Märkte erschlossen, mehr Mitarbeiter eingestellt und das weltweite Stationsnetz ausgebaut.

Die Sixt SE ist ein internationaler Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen für Geschäfts- und Firmenkunden sowie Privatreisende. Das Unternehmen ist weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten und weitet seine Präsenz kontinuierlich aus. Stärken wie der hohe Anteil an Premiummarken in der Fahrzeugflotte, die Dienstleistungsorientierung der Mitarbeiter oder das Preis-Leistungs-Verhältnis zeichnen den 1912 gegründeten Anbieter aus. Dabei unterhält man Kooperationen mit der Hotelbranche, Fluggesellschaften und zahlreichen Dienstleistern aus dem Touristiksektor.

In den letzten Jahren ist der Mobilitätsspezialist stark gewachsen. Das Unternehmen hat neue Märkte erschlossen, mehr Mitarbeiter eingestellt und das weltweite Stationsnetz ausgebaut. Diese neuen Anforderungen wurden an die IT weitergereicht in Form von Kapazitäts- und Ressourcenerweiterungen, gleichzeitig wurde auch eine höhere Performance gefordert. Diese Anforderungen konnten mit der alten heterogenen Storage-Landschaft mit Silo-Struktur nicht mehr erfüllt werden. Darüber hinaus steht die IT-Abteilung als interner Dienstleister im Wettbewerb mit klassischen Cloud-Anbietern.

„Um dem entgegenzuwirken, verfolgen wir die Strategie hin zu Infrastructure as a Service (IaaS)“, berichtet Stefan Kerber, Leiter Datacenter Management bei Sixt. „Unser Ziel ist es, künftig IT-Services anzubieten und keine Assets mehr. Diese Services müssen wir unseren Mitarbeitern schnell zur Verfügung stellen, insbesondere weil wir eine sehr hohe Dynamik im Projektgeschäft haben. Wir haben keine langen Planungsphasen, dennoch muss die Performance gegeben sein. Alle Projekte müssen zügig umgesetzt werden, dürfen den Betrieb jedoch nicht beeinflussen.“

Daher sollte die Storage-Landschaft homogenisiert und eine einheitliche Umgebung geschaffen werden. Da Sixt zwei Rechenzentren im aktiven Betrieb hat, müssen die Daten immer synchron gespiegelt werden. Darüber hinaus benötigen sowohl die Oracle- als auch die Virtualisierungsumgebung eine gute Integration der Speichersysteme. Außerdem stellte das Unternehmen hinsichtlich des integralen Back-ups hohe Anforderungen an die neue Umgebung.

Nach einer umfangreichen Planungs- und Testphase wurden im Februar 2016 die ersten Netapp-Speichersysteme implementiert. „Für den Anbieter sprachen das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, die hohe Performance und die Verfügbarkeit der Systeme“, so Stefan Kerber. „Zudem wussten wir, dass wir eine einheitliche administrative Oberfläche erhalten, wenn wir künftig komplett auf Netapp setzen. Und die Integration in das bestehende Back-up-System war mit Intellisnap ebenfalls bereits vorhanden.“ Ein weiteres wichtiges Kriterium war auch die Multimandantenfähigkeit der Systeme, denn der Anwender vermietet nicht nur Fahrzeuge, sondern verkauft diese auch und betreibt Carsharing. Zudem sind die neuen Systeme dank DataFabric/ONTAP auch cloud-fähig.

Ende März 2016 begann das Unternehmen mit den ersten Migrationen. Erst im CIFS- und NFS-Bereich, danach wurden im VMware-Umfeld alle Cluster-Farmen auf die neuen Systeme umgezogen. Im Anschluss daran wurden im SAN-Bereich die Datenbanken migriert. „Die Migration konnte nahezu ohne Downtime durchgeführt werden und verlief dank der guten Zusammenarbeit mit den Technologiepartnern Fujitsu und Netapp reibungslos“, erinnert sich Stefan Kerber. „Wir waren vielleicht mal eine Stunde offline und hier sprechen wir von einer Datenmenge von 70 Terrabyte. Die Migrationslösung, die uns der Storage-Hersteller in Form dieser Transition Tools an die Hand gegeben hat, hat uns hier geholfen.“

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 06/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Dank der neuen Lösung ist Sixt jetzt in der Lage, ein durchgängiges Tiering-Konzept abzubilden. Unter Berücksichtigung des Tierings hat das Unternehmen dennoch Hochverfügbarkeitsmechanismen und ist flexibel. Darüber hinaus profitiert der Mobilitätsdienstleister von Performance-Steigerungen und einer kosteneffizienteren Bereitstellung von Storage. „Im Hinblick auf unsere Infrastructure-as-a-Service-Strategie sind wir jetzt nicht mehr nur hinsichtlich der Leistung, sondern auch kostentechnisch mit einem Cloud-Anbieter vergleichbar“, resümiert Stefan Kerber. „Darüber hinaus können wir im Oracle-Umfeld ein schnelles Deployment mit kurzen Zyklen bereitstellen, daher spielt das Cloning in unserem mehrstufigen Datenbankkonzept eine wichtige Rolle. Dank ONTAP OS ist unsere Umgebung zudem cloud-fähig.“


Über Sixt
Die Sixt SE mit Sitz in Pullach ist international u.a. in den Geschäftsbereichen Autovermietung und Leasing tätig. Aktuell beschäftigt man mehr als 5.000 Mitarbeiter und ist weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten. Der Sixt-Konzern erwirtschaftete 2015 Umsatzerlöse von 2,2 Mrd. Euro.


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