01.08.2017 Anwendungen schneller entwickeln

Österreichische Post modernisiert die IT

Für ihre IT-Anwendungsentwicklung setzt die Österreichische Post auf die Cloud: Gemeinsam mit Avanade wurde die Lösung „Visual Studio Team Services“ (VSTS) als zentrale Plattform eingeführt.

Österreichische Post

Die Österreichische Post entwickelt viele Applikationen u.a. für die Brieflogistik selbst.

Das zentrale Nervensystem der Österreichischen Post bildet eine IT-Landschaft, die über die Jahre mit immer neuen Anforderungen gewachsen ist. Dazu gehört heute insbesondere die digitale Transformation: ein strategisches Ziel des gesamten Konzerns – und eine wichtige aktuelle Kernaufgabe für die IT.

Vor diesem Hintergrund begann die Post im Jahr 2014 mit der Modernisierung ihrer IT, immer unter der Prämisse, die neuesten Technologien, Methoden und Standards einzusetzen. Das galt auch für die Modernisierung der gut 100 Mitarbeiter umfassenden Abteilung für IT Application Development, die Software-Lösungen für das eigene Unternehmen entwickelt. Knapp 200 Applikationen und eine Vielzahl an Systemen hatten sich zu ungunsten von Transparenz und teamübergreifender Zusammenarbeit über die Jahre historisch angesammelt.

Schnelle Inbetriebnahme neuer Software

Für die Entwicklung neuer Applikationen folgt das Unternehmen gemeinsam mit Avanade aufgesetzten Prozessen. Der auf der VSTS-Plattform mittels teamübergreifend einheitlicher Standards und Normen generierte Code wird dabei in einem zentralen Verzeichnis abgelegt – aus ihm heraus lassen sich automatisch Programme erzeugen, testen und in den verschiedenen Umgebungen bis hin zur produktiven Umgebungen bereitstellen. Dabei haben alle Verantwortlichen jederzeit den aktuellen Entwicklungsstand im Blick und sind immer über den Zielerreichungsgrad einzelner Anwendungen sowie den Gesamtstatus der Programmierung informiert. Anwendungen gelangen auf diese Weise schneller und in höherer Qualität zu den Nutzern.
 
Die Erfolge des Projekts zeigen sich in der täglichen Arbeit, die auch die Kunden des Unternehmens innerhalb und außerhalb Österreichs erfahren: Bei der Brieflogistik geht es um die tägliche Steuerung von insgesamt 9.000 Zustellern. Stehen für die zugehörigen IT-Applikationen Änderungen an, kann das Unternehmen sie innerhalb weniger Stunden programmieren, testen und verteilen. In der Vergangenheit hätte ein solcher Vorgang mindestens drei Wochen gedauert. Für die Zukunft hat die Post einen weiteren Ausbau des Systems vor. Dabei haben die Verantwortlichen vor allem das Anforderungs-Management und die Übergabe in den Betrieb im Visier.
 
„Wir möchten, dass die Fachabteilungen ihre Anforderungen direkt über die Plattform an uns richten. Das beseitigt einen Medienbruch und sorgt für mehr Dynamik“, so Christina Wegscheider, Projektleiterin bei der Österreichische Post. Sie ist verantwortlich für die Einführung der Plattform und erklärt das Unterfangen wie folgt: „Es ging hier um weit mehr als einfach um eine neue Software zu installieren. Das war ein Transformationsprojekt mit großer Bedeutung für die Art, wie wir künftig arbeiten. Vieles läuft nachts und ohne menschlichen Betreuungsaufwand, das beschleunigt den Prozess ganz enorm. Gleichzeitig bestätigen Fachabteilungen und die Mitarbeiter der Software-Programmierung gleichermaßen, dass sich auch die Qualität der Applikationen im Zuge des Projekts verbessert hat.”

Bildquelle: W. Streitfelder für Österreichische Post AG

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