Um sich vor Ausfällen ihrer SAP-Systeme zu schützen, spiegelt die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH das Produktivsystem mit Hilfe von Quick-EDD auf eine zweite Maschine in einer anderen Brandschutzzone. Wie, das schilderten Geschäftsführer Ulrich Wiegel und IT-Manager Helmut Feuerpeil Mitte Juni im Arbeitskreis „SAP auf Power mit IBM i“, der von dem IBM-Anwenderverein Common Deutschland und der DSAG veranstaltet wurde. Über eine tägliche Kontrolle der übertragenen Journaleinträge werden etwaige „Schiefstände“ der Systeme vermieden. Weil die Switch-Prozeduren derzeit noch teilautomatisch ausgeführt werden, liegt die Umschaltzeit (technisch) nach einem Maschinenausfall bei etwa zwei Stunden.
Als Produktivsystem genutzt kommt seit dem vergangenen Frühjahr für 200 Nutzer SAP ERP 6.0 EHP4 zum Einsatz. Hardware-Plattform dafür ist ein IBM-Server Power 550. Als Backup dient ein Power6-Modell 520, auf dem neben der gespiegelten Instanz des Produktivsystems und dem SAP Entwicklungs- und Testsystem auch das früher eingesetzte ERP-System World von JD Edwards vorgehalten wird. Die 520 kommt mit zwei 4,2 GHZ Power6-Prozessoren, 32 GB Hauptspeicher und 6,0 TB Plattenplatz aus. Weitere Kennzahlen: Die durchschnittliche Antwortzeit im Dialog liegt unter 400 Millisekunden – und das SAP-Team besteht aus je zwei Personen für die Basis- und die Applikationsbetreuung.