31.08.2017 Netzdienste ausgegliedert

QSC gründet TK-Tochterfirma

Der Vorstand der QSC AG gab gestern bekannt, das Telekommunikationsgeschäft in eine Tochtergesellschaft auszugliedern, um neue Marktchancen besser nutzen zu können.

Hauptsitz der QSC AG in Köln

Hauptsitz der QSC AG in Köln

Im Zuge dessen wird der Anbieter den Netzbetrieb, die Netzservices und das gesamte Management der Vor- und Endprodukte für Geschäftskunden und Wiederverkäufer inklusive Kunden- und Partnermanagement, Vertrieb und Marketing zusammenfassen. QSC-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hermann erklärt: „Die neue Struktur wird uns insbesondere das Eingehen von Kooperationen und Beteiligungen erleichtern und die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle mit Partnern beschleunigen.“

Das TK-Geschäft mit Firmenkunden zählt laut Anbieter zu den Geschäftsfeldern mit einer guten Entwicklung und attraktiven Margen. Schon heute arbeitet man hier mit Partnern zusammen; zuletzt hatte das Unternehmen die Kooperation mit der Telefónica Deutschland um Festnetzanschlüsse für Geschäftskunden erweitert. Zugleich hat sich QSC in den letzten Monaten bei mehreren großen Ausschreibungen für IP-basierte virtuelle Netzwerke (IP-VPN) durchgesetzt.

Sichere TK-Netze für das Internet of Things

Derzeit gewinnt Telekommunikation als Rückgrat der Digitalisierung spürbar an Bedeutung. Denn sichere TK-Netze stellen eine wichtige Basis für die reibungslose Nutzung von Cloud-Services und dem Internet of Things (IoT) dar. Vor diesem Hintergrund bieten sich, so Hermann, im TK-Geschäft neue Wachstumschancen. Er ergänzt: „Mit einer eigenständigen Gesellschaft können wir die Chancen am TK-Markt schneller und flexibler wahrnehmen.“

Die neue Gesellschaft wird nach ersten Schätzungen rund 400 Mitarbeiter beschäftigen, einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro verantworten und über 25.000 Geschäftskunden bedienen. Zu ihren Assets gehören ein eigenes bundesweites Sprachdatennetz, langjährige Erfahrung mit dem Betrieb von Breitbandtechnologien auch für Dritte, die Beherrschung eines spezifischen Produkt- und Prozess-Know-hows für den Geschäftskundenmarkt und etablierte Vertriebskanäle.

Die geplante Maßnahme bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der nächsten ordentlichen Hauptversammlung.

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