Vertrauen auf RZ NBG 6

Rechenzentrum nach Raum-im-Raum-Konzept

Die Firmengruppe Max Bögl hat hohe Sicherheitsanforderungen an ihre zentralisierte IT-Infrastruktur. Neben der Verschlüsselung aller Datenübertragungen gehört dazu auch, die IT-Infrastruktur redundant vorzuhalten. Hierzu vertraut das Unternehmen auf das Rechenzentrum NBG 6.

Brücke, Bildquelle: Max Bögl

Befand sich das Backup-Rechenzentrum zunächst auf dem Firmengelände, zog man vor einiger Zeit an einen externen Standort. Bereits seit 1998 ist das Bauunternehmen Kunde des Nürnberger Rechenzentrumsbetreibers Noris Network – der erste Auftrag war eine 64-kbit-Standleitung. Heute sind es dagegen Bandbreiten von bis zu 10 Gbit/s, die in den Datenleitungen für das Bauunternehmen realisiert werden. Ein zentrales Thema ist die sichere Anbindung der IT an Auslands-standorte über Virtual Privat Networks. Die IT-Installation auf Baustellen kann sich je nach Umfang des Bauvorhabens auf wenige Computer beschränken, aber auch das Anmieten eigener Geschäftsräume in Bau­stellennähe erfordern. Der Umfang an elektronischen Dokumenten, wie für Office-Anwendungen oder CAD-Zeichnungen, ist enorm. Tatsächlich war es früher üblich, dass für Großprojekte Serverschränke vor Ort installiert und von eigenem IT-Personal gewartet werden mussten. Deshalb ist seit den 1990er Jahren die Datenverwaltung zentralisiert: Um die Installationen vor Ort so schlank wie möglich zu halten, werden die Standorte über das Internet direkt an das Firmennetzwerk angebunden.

Katastrophensicheres Backup

Ein Grundprinzip der Redundanz ist die räumliche Trennung – denn was nützt ein Backup, das zusammen mit den Originaldaten verbrennt oder überschwemmt wird? Um das firmeneigene Rechenzentrum zuverlässig und redundant abzusichern, hat Max Bögl 2010 auf dem Firmengelände ein 200 m2 großes zweites Rechenzentrum errichtet. Von den ersten Planungsschritten an haben die Experten aus Nürnberg die gesamte Konzeption und Umsetzung beratend begleitet. Obwohl mit Backbone Switches und Load Balancern eingerichtet, die den Lastenausgleich und die Notfallprozesse zwischen altem und neuem Rechenzentrum sicherten, waren zwei Rechenzentren auf dem eigenen Gelände nur eine Zwischenlösung.

Als der Anbieter beschloss, zum Ende des Jahres 2011 ein neues Hochsicherheits- und Hochverfügbarkeitsrechenzentrum zu errichten, fand man unter den Stammkunden mit der Firmengruppe Max Bögl den richtigen Partner. Auf 11.000 m2 Hallengrundfläche entstand in Nürnberg nach einem Raum-im-Raum-Konzept ein Rechenzentrum in drei Bauabschnitten, bei dem alle IT-Flächen von den Außenwänden getrennt sind. Das Rechenzentrum NBG 6 ist eine umfahrbare Anlage mit Sicherheitszaun, Wachdienst und Einbruchmeldeanlage, mehrstufigen Sicherheitszonen im Gebäude mit biometrischer Zutrittskontrolle, Personen- und Warenvereinzelung sowie Videoüberwachung. Ende 2011 war das Gemeinschaftswerk fertig und das Backup-Rechenzentrum konnte von der Oberpfalz nach Franken um-ziehen.

An das Firmen-VPN angeschlossen

„So wie das Unternehmen wächst, muss auch die IT angemessen mitwachsen“, sagt Manfred Großhauser, Leiter IT bei Max Bögl. Der begrenzenden Faktoren sind in Rechenzentren häufig die IT-Load und Wärmeentwicklung pro Stellfläche, so dass Racks meist nur zu einem Viertel befüllt werden, weil die Kühlung durch Luftschlitze im Boden für moderne Server nicht mehr ausreicht, wenn man keine Zwischenräume lässt. Im NBG 6 werden hingegen je nach Auslastung baugleiche Module zur Energieversorgung und Kühlung zugeschaltet. Herzstück dieser Module sind sogenannte Kyoto-Räder, Rotationswärmetauscher mit sechs Meter Durchmesser. Durch das ungehinderte Abfließen der heißen Luft im Deckenbereich wird eine gleichmäßige Kühlung erreicht. Auch die bereits bestehende Vernetzung begünstigte die Lösung. „Unsere Neumarkter Zentrale ist schon seit Jahren über eine 60 Kilometer lange Glasfaserleitung direkt angeschlossen. Von dort geht es weiter zu unseren internationalen Standorten, die wiederum an das Firmen-VPN angeschlossen sind“, so Großhauser. „Im Rahmen des Umzugs wurde diese Anbindung um eine redundante Glasfaserleitung erweitert, so dass sich damit auch die Verfügbarkeit unserer Standortanbindungen erhöht.“

 

Über Max Bögl
1929 von Max Bögl gegründet, kann die
Firmengruppe aus Neumarkt auf über 80 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Mit rund 1,6 Mrd. Euro Jahresumsatz und weltweit etwa 6.000 Mitarbeitern zählt Max Bögl nicht nur zu den Top 5 der größten deutschen Bauunternehmen. Heute in dritter Generation geführt, ist die Gruppe die größte Bauunternehmung Deutschlands in Privatbesitz.
Im Internet: www.max-boegl.de

 

Bildquelle: Max Bögl

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