Bausparkasse für Notfälle gewappnet

Risikomanagement neu definiert

Ereignisse, die zu Systemausfällen führen, lassen sich selten voraussagen, auch da ­vielfältige Ursachen dazu führen können – vom Virenbefall bis hin zu technischen ­Defekten. Für solche Fälle hat die Deutsche Bausparkasse Badenia AG mit einem ­besonderen Notfallpaket, dem TG NES.i, vorgesorgt.

Warndreieck

Von einem IT-Ausfall zum Notfall ist es nur ein kurzer Weg.

Nicht selten können einfache Ursachen zu einem Ausfall führen: So kann bereits eine kurze Unkonzen-triertheit des Mitarbeiters zu einer Fehlbedienung führen, um die IT-Systeme schlagartig und ohne Vorwarnung lahmzulegen. Von einem Ausfall zum Notfall ist es dann nur noch ein kurzer Weg.

Spätestens an diesem Punkt stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen vor solchen IT-Ausfällen bestmöglich schützen können. Den tritt der IT-Notfall tatsächlich ein, muss das Unternehmen in der Lage sein, die IT schnell und sicher wieder in Betrieb zu setzen. Ein Notfallplan, der alle Angaben, Informationen und Prozesse beinhaltet, die zur Wiederinbetriebnahme des Systems notwendig sind, gibt den Verantwortlichen diese Sicherheit. Um IT-Ausfälle aufzufangen, bietet die Hochheimer Technogroup das Notfallpaket TG NES.i (Notfall-Ersatz-System) an. Die Lösung soll garantieren, dass innerhalb von zwölf Stunden maßgeschneiderte Notfallsysteme mit allen spezifischen Besonderheiten des Kunden geliefert werden. Parallel dazu steht Anbieterangaben zufolge ein Recovery-Center mit den vorgehaltenen Notfall-Ersatz-Systemen innerhalb von zwei Stunden zur Verfügung.

Für das Notfallpaket hat sich beispielsweise die Deutsche Bausparkasse Badenia AG mit Sitz in Karlsruhe entschieden. Das Unternehmen ist der Spezialist für Wohnvorsorge innerhalb der Generali-Deutschland-Gruppe. Im Zuge dessen bietet man Bausparprodukte, Vor- und Zwischenfinanzierungen, Immobiliendarlehen sowie Produkte für die Eigenheimrente an.

Zu den Gründen, warum sich die Bausparkasse für das Notfallpaket entschieden hat, zählen folgende: Innerhalb kurzer Zeit, d.h. in ein bis zwei Tagen, sollte an einem Ausweichstandort eine funktionierende IT-Infrastruktur bereitgestellt werden können. Der zusätzliche Administrationsaufwand sollte minimal sein, zudem sollten sich die Betriebskosten nicht wesentlich erhöhen, was insbesondere für die Einmalkosten für die aufwendige Kühlung und Stromversorgung galt. Die Anforderung nach einer reduzierten Datenauslagerung durch eine dritte Datenkopie erwies sich dabei als besonders vorteilhaft.

Weitere Anforderungen

Zu den genannten Spezifikationen hat die Bafin sogenannte Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) von Finanz-instituten definiert. Im Fall des Notfallkonzepts der Badenia bedeutete dies, dass zwischen beiden Partnern ein „Auslagerungsvertrag“ mit genau definierten SLAs und Dienstleistungsbeschreibungen vereinbart werden musste, die mit der Revision und dem Risikomanagement des Finanzinstituts abgestimmt wurden und somit auch für andere Finanzdienstleister eine zufriedenstellende Lösung bedeutet.

Robert Schroeder, verantwortlich für Informatik Betrieb und Service bei der Deutschen Bausparkasse Badenia AG, erklärt das eigene Konzept: „Am Notfall­standort betreiben wir lediglich eine Basisinfrastruktur mit technischen Services sowie einer dritten Datenkopie. Im Notfall werden in einem ersten Schritt die Services für den Notbetrieb konfiguriert. Dies beinhaltet die Anbindung an den Konzern-Backbone, die Verbindung ins Internet aufzubauen, die Aktivierung der Firewall und die Umstellung der dritten Datenkopie sowie die Anbindung sämtlicher Büroetagen.“ Alle diese Aktivitäten sind laut Schroeder bis zur Anlieferung der Notfallsysteme durch die Technogroup abgeschlossen, was innerhalb von zwölf Stunden passiert. Das für Badenia definierte Notfallsystem wird von den Hochheimern in zwei Systemschränken bereits vorkonfiguriert angeliefert. Anschließend erfolgt allein noch der Anschluss an die vorbereitete Stromversorgung sowie die LAN-Anbindung, so dass die Anwendungen nach zwei Tagen zur Nutzung bereitstehen. „Das Notfallsystem entspricht genau unseren Vorstellungen. Zudem spielte uns die pragmatische Zusammenarbeit in der Definitionsphase mit dem Expertenteam des Anbieters in die Karten“, so Robert Schroeder abschließend.


Die Deutsche Bausparkasse ­Badenia AG ...
... ist eine 1925 gegründete private Bausparkasse mit Sitz in Karlsruhe. Das Institut ging im Juli 2000 aus der Fusion der DBS Deutsche Bausparkasse AG in Darmstadt und der Badenia Bausparkasse AG in Karlsruhe hervor. Sie gehört der Generali Deutschland Gruppe an.


Bildquelle: Thinkstock/iStock

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