Datenanalyse mit wenig Aufwand

Self Service BI sorgt für Informationskontrolle

Mittels „Self Service BI“ können die Mitarbeiter der Textilhandelskette Adler ­Modemärkte AG große Datenmengen – neudeutsch Big Data – entsprechend ihren Anforderungen eigenständig analysieren.

Filiale, Bildquelle: Adler Modemärkte

Das Unternehmen ist mit über 160 Modemärkten in Deutschland, Österreich, Luxemburg sowie der Schweiz vertreten.

Getreu dem Unternehmensmotto „Alles passt“ suchte der Textileinzelhändler nach einer passenden Softwarelösung für die effiziente Analyse großer Datenmengen. „Wir haben zuvor einen hohen manuellen Analyseaufwand betrieben“, erinnert sich Georg Jürgens, Investor Relations/Controlling bei der Adler Modemärkte AG. „Die einzelnen Fachabteilungen haben sich aus Einzelquellen wie SAP R/3 und dem eigenentwickelten ERP-System sowie fachabteilungsspezifischen Applikationen Daten in Excel geladen und manuell ausgewertet. Das war zeitaufwendig und barg ein hohes Fehlerpotential.“

Ziel war es, Analysen unkompliziert und vielschichtig aus einer einheitlichen Datenbasis zu generieren, ohne dass die Fachabteilungen dafür auf Ressourcen der IT-Abteilung zugreifen müssen. Hierzu sollte eine zentralisierte Analyse- und Reportinglösung an das DB2-basierte Data Warehouse angebunden werden. Zur „Chefsache“ wurde das Thema, als sich einer der Unternehmensvorstände bei einer großen deutschen Warenhauskette die Business-Discovery-Lösung Qlikview von Qliktech zeigen ließ, die anwendergesteuerte Business Intelligence bietet – und begeistert war.

Self Service BI hat überzeugt

Überzeugt hat vor allem die einfache Bedienbarkeit. Dafür sorgt der Self-Service-BI-Ansatz der Lösung: Benutzer können die Daten entsprechend individueller Anforderungen eigenständig analysieren. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend gestaltet. Steuerungs- und Auswahlmöglichkeiten per Mausklick und Farbkombinationen bilden die Grundlage für ein intuitives Arbeiten mit der Software. Zudem laufen alle Suchvorgänge logisch assoziativ ab und wichtige Zusammenhänge werden angezeigt. Die Verknüpfung der einzelnen Daten zu aussagekräftigen Berichten wird somit beschleunigt und die Auswertung erleichtert. Ein weiterer Entscheidungsfaktor war die Schnelligkeit, mit der Analysen bereitgestellt werden können: Die Daten werden mit einem leistungsfähigen Komprimierungsalgorithmus eingelesen und stehen dem Anwender im Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Die Implementierung und Applikationsentwicklung übernahm die Würzburger Cosmo Consult BI GmbH (vormals: CBS Consulting Business Solutions GmbH), die auf Business-Intelligence-Lösungen speziell für die Branchen Energie, Pharma sowie Handel spezialisiert ist. Innerhalb von zwei Wochen war die Business-Discovery-Plattform implementiert und ein erstes Dashboard produktiv im Einsatz.

Beschaffungs­management gestrafft

Aktuell nutzen rund 300 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg Qlikview für die Analyse von Daten aus dem 1,3 Terabyte umfassenden Data Warehouse bis auf die Artikel­ebene. Der Vertrieb und die Geschäftsleiter verschaffen sich einen umfassenden Überblick über die Flächen- und Personalproduktivität, Warenbestände, über Umsatz und Absatz in den einzelnen Filialen und dem Onlineshop. Im Einkauf straffen die Mitarbeiter auf Basis der BI-Auswertungen das Beschaffungsmanagement. So liefern die Kundenkarteninformationen wichtige Hinweise zur Kollektionsgestaltung. Das Marketing nutzt die Software für eine differenziertere Kosten- und Nutzenbetrachtung in der Bewertung unterschiedlicher Marketingkampagnen. Außerdem kommt die BI-Lösung für die detaillierte Beurteilung der Kundenstruktur zum Einsatz. Desweiteren werden ein Finanz- und ein Management-Dashboard darin abgebildet.

„Die Akzeptanz von der BI-Lösung ist hoch“, betont Jürgens. „Das liegt zum einen daran, dass die Software sehr benutzerfreundlich ist, und zum anderen, dass die Mitarbeiter unmittelbar einen Nutzen erkennen, weil sie schnell und einfach Antworten auf ihre Fragen bekommen.“ Deutlich wird dies am Beispiel Gruppenstatistik: Vor dem Einsatz der neuen BI-Lösung hat ein Mitarbeiter aus dem Einkauf ­eine Woche für die Erstellung be­nötigt. Heute steht der Report mit einem Klick zur Verfügung.

„Mit der BI-Software können wir besser zahlenbasierte Entscheidungen treffen. Gleichzeitig unterstützt sie durch die eigenständige Nutzbarkeit in den Fachabteilungen das vertikal integrierte Geschäftsmodell von Adler, das eine vollständige Informationskontrolle über alle Elemente der Wertschöpfungskette vorsieht“, so Jürgens abschließend. Der Einsatz der Lösung soll künftig auf die Bereiche Personalwesen, Onlineshop sowie Investitionsplanung ausgeweitet werden.

Über die Adler Modemärkte AG
Mit mehr als 60-jähriger Tradition, über 160 Modemärkten und 4.400 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich, Luxemburg sowie der Schweiz ist das Unternehmen Adler eine der größten deutschen Textilhandelsketten. Das Produktsortiment umfasst Damen- und Herrenoberbekleidung sowie Wäsche. Abgerundet wird das Portfolio durch ein Ergänzungssortiment aus Accessoires, Schuhen, Kinder- und Babybekleidung, Trachtenmode sowie Hartwaren.

www.adlermode.com

www.cosmoconsult.com

Bildquelle: Adler Modemärkte

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok