Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt HSVA

Serverraum unter Kontrolle

Der Serverraum der Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt (HSVA) wurde modernisiert. Die Anforderungen an Energieeffizienz, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit konnte Anbieter Netzlink erfüllen werden, ohne die Lokation zu verändern.

  • Der Serverraum der HSVA wurde mit dem Ziel modernisiert, die Anforderungen an Energieeffizienz, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit für die nächsten Jahre zu erfüllen, ohne die Lokation zu verändern.

  • Die HSVA entwickelt Testtechnik, Methoden und Standardisierungen zur Lösung komplexer Probleme im Schiffsbau.

Seit über 9 Jahrzehnten ist die HSVA aus Hamburg führend im Bereich der hydrodynamischen Forschung. Die HSVA entwickelt Testtechnik, Methoden und Standardisierungen zur Lösung komplexer Probleme im Schiffsbau. Werften aus aller Welt nutzen die Ergebnisse dieser Forschung. Die Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt GmbH HSVA begutachtet Schiffe für Werften aus aller Welt. Darüber hinaus ist die HSVA auch als Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen für Industriekunden weltweit tätig.

Die HSVA hat am Standort Hamburg einen klimatisierten Serverraum für die zentralen IT-Systeme und einen High-Performance Cluster mit über 60 Knoten betrieben. Der ständig zunehmende Bedarf an Rechenleistung ließ die Anzahl der Server kontinuierlich wachsen und den Energieverbrauch immer weiter steigen. Der Serverraum konnte baulich und technisch mit den Anforderungen nicht mithalten. So waren der Stromanschluss und die Klimatisierung zum Schluss vollständig ausgelastet. Im Rahmen eines Serverraum-Checks, einem Standardverfahren der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg, wurde diese Umgebung analysiert und es wurden Empfehlungen zur Optimierung und Senkung des Energiebedarfs erarbeitet.

Lokation blieb gleich

Der vorhandene Serverraum wurde mit dem Ziel modernisiert, die Anforderungen der HSVA an Energieeffizienz, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit für die nächsten Jahre zu erfüllen, ohne die Lokation zu verändern. Der Serverraum befindet sich in einem nicht veränderbaren Raum, so dass ein individuelles Raumkonzept erstellt wurde. Netzlink plante und koordinierte alle anfallenden interdisziplinären Aufgaben. Der Umbau bezog sich auf alle Bereiche des Serverraums, vom Trockenbau über die Elektrik bis zur IT-Anlage. Die genaue Planung und Vorbereitung machten eine Umsetzung des Projekts mit geringster Downtime der Systeme möglich. In vier Tagen wurde der gesamte Raum umgebaut und der IT-Betrieb wieder aufgenommen.

Die erforderliche Kühlleistung musste trotz der steigenden Anforderungen im Rahmen der Modernisierung nicht erhöht werden, sondern konnte sogar erheblich gesenkt werden. Dies gelang durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die aufeinander abgestimmt wurden. Hierzu gehören zum Beispiel die absolute Trennung des Warm- und Kaltgangs und eine nachträglich eingebaute wirksame Regelung der beiden vorhandenen Klimaanlagen. Einen großen Anteil hat die maßgeschneiderte Einhausung der neuen Racksysteme, die eine Trennung des Warm- und Kaltgangs ermöglicht, und die Optimierung der Einbausituation der Innengeräte der Klimaanlagen.

Bündel an Maßnahmen

Auch Maßnahmen wie die Ausstattung der Fenster mit einer speziellen Wärmeschutzfolie und die Erneuerung der elektrischen Zuleitungen und der Unterverteilung haben einen erheblichen Anteil am Gesamtergebnis. Um den energieeffizienten und zuverlässigen Betrieb dauerhaft aufrecht zu erhalten, werden nun alle wesentlichen Umgebungsparameter laufend erfasst. Hierfür wird eine robuste Lösung auf der Basis von Nagios für das Industrieumfeld von Netzlink eingesetzt, die Temperaturen im Warm- und Kaltgang, Luftfeuchtigkeit, Luftströmung, Rauch, Stromverbrauch, Leckage, Zugang zu des Racks und Bewegungen überwacht.

Energieeffizienz des Serverraums verbessert

Der PUE-Wert der gesamten Anlage, der ein Maß für die Energieeffizienz ist, konnte von 1,98 auf 1,46 gesenkt werden. Dies entspricht einer
Energieeinsparung von über 50.000kWh und einer Reduzierung von mehr als 30 Tonnen CO2 jährlich. Damit entspricht der Serverraum im Hinblick auf Sicherheit, Redundanz, Verfügbarkeit und zukünftiger Erweiterbarkeit, nun den Anforderungen der HSVA.

Die Realisierung des Projekts erfolgte in einer kurzen Bauzeit. Die umfassende Überwachung des Serverraums ist nun in das IT-Monitoring integriert. Alle vorhandenen Einbauplätze in den Racks können genutzt werden. Trotz höherer Packungsdichte bestehen ausreichende Strom- und Kühlungsreserven für zukünftige Erweiterungen.

Die Steigerung der Energieeffizienz und die nachweisliche Einsparung von Energie ermöglichten die Nutzung von Fördermitteln für dieses Projekt. Die EU-Kommission hatte Hamburg den Titel "Umwelthauptstadt Europas 2011" verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden Metropolen gewürdigt, die den Umweltschutz vorbildlich vorantreiben. Hamburg hat sich zukünftig vorgenommen, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Mit der Erneuerung und Modernisierung des energieoptimierten Serverraums trägt jetzt auch die Hamburgische Schiffsbau-Versuchsanstalt dazu bei, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.

www.hsva.de

www.netzlink.com

Bildquelle: HSVA

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