09.10.2017 Fraunhofer IWES vertraut auf Arcserve

Sichere Energiedaten dank Backup-Lösung

Von: Heather Stewart

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) sichert die Daten seiner zukunftsorientierten Energieprojekte durch eine leistungsfähige Backup-Lösung.

Kombikraftwerk-Leitwarte des ­Fraunhofer IWES

Kombikraftwerk-Leitwarte des ­Fraunhofer IWES

Das Fraunhofer IWES entstand 2009 aus dem Zusammenschluss des ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik sowie dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik. Die Forschungsgebiete umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie und die Integration erneuerbarer Energien in die Versorgungsstrukturen.

Ein fünfköpfiges IT-Team um Christian Langer, CIO des Fraunhofer IWES, ist für die IT-Landschaft und eine Vielzahl unterschiedlicher, teils hochkomplexer Applikationen verantwortlich. Eine der großen Herausforderungen für das Backup und Recovery besteht darin, dass Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studenten des IWES sowie externe Partner oftmals rund um die Uhr von extern und intern auf die Services und Applikationen zugreifen. Daher arbeiten die Rechenzentren des Instituts im 24/7-Betrieb. „Wir sind ein sehr IT-lastiges Forschungsinstitut, das mit komplexen Simulationen und detailintensiven Prognosesystemen arbeitet“, erklärt Christian Langer. Zu den Partnern, mit denen man kooperiert, gehört der Deutsche Wetterdienst, der aktuelle Daten zur Wetterentwicklung liefert. Aufgrund der vielfältigen Projekte entsteht im Forschungsinstitut ein hohes Datenvolumen, das sicher gespeichert und langfristig archiviert werden muss, um jederzeit für notwendige Auswertungen verfügbar zu sein. Das Interessante an der Wissenschafts-IT liegt darin, dass sie heute schon die Anforderungen erfüllen muss, die morgen für Unternehmen vieler Branchen der Stand der Dinge sein werden.

Schatten-IT und Datensicherung


Große Datenmengen mussten schon die Vorgängerinstitute seit mehr als 25 Jahren verwalten. Um das Volumen zu bewältigen und die Vorgänge zu vereinfachen, setzte man daher bereits Anfang der 90er-Jahre auf eine professionelle Backup-Lösung. Dennoch musste das IT-Team um CIO Langer ein neues, erweitertes Backup-Konzept aufsetzen, um der wachsenden Komplexität der Speichervorgänge Herr zu werden. Analog dazu fiel die Entscheidung, einen kompetenten IT-Partner mit ins Boot zu holen. „Unsere zunehmend komplexer werdende Umgebung und die umfangreichen wissenschaftlichen Anwendungen machten es seinerzeit notwendig, externes Backup-Know-how einzubinden. Dazu kam der Einsatz von VMware und weitere dadurch notwendige Anpassungen“, begründet Langer die Entscheidung, den Spezialisten von Login-IT zu beauftragen.

Auch das Thema Schatten-IT war ein Stichwort beim Fraunhofer IWES. Schatten-IT entsteht, wenn die von der IT-Abteilung angebotenen Services nicht den Anforderungen der Fachabteilungen genügen und die Mitarbeiter daher eigene Dienstleistungen oder Applikationen außerhalb des offiziellen IT-Bereichs entwickeln oder einsetzen. Das ist bei der Datensicherung ein großes Problem, denn damit sind Informationen und Daten im Umlauf, über die die IT-Abteilung nicht informiert ist und die damit gar nicht in das Backup- und Recovery-Konzept integriert sein können. Gemeinsam mit Login-IT entwickelte das IT-Team des Instituts auf Basis von Backup- und Unified-Data-Protection-Technologie (UDP) von Arcserve dedizierte Datensicherungsverfahren, die an die individuellen Bedürfnisse des Instituts angepasst wurden.

Heute verfügt das Fraunhofer IWES über ein zentrales Backup, das zahlreiche Routineabläufe automatisiert. Mit Arcserve steuert das Institut auch seine Langzeitarchivierung auf Bänder sowie die neu hinzugekommenen virtuellen Tape Libraries. Alle hier gelagerten Daten werden nach speziellen Kriterien sortiert und entsprechend den ausgearbeiteten Regeln auf Bänder und virtuelle Tapes geschrieben. Diese Informationen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf um- oder überschrieben.

Sicherheit im heterogenen IT-Umfeld


„Bei der Entscheidung war es uns wichtig, dass sich die Lösung unserem wachsenden Datenvolumen anpasst und in einem komplexen heterogenen Umfeld für höchstmögliche Sicherheit von Daten und Informationen sorgt“, sagt CIO Langer. „Denn die Datenkonsistenz ist die Grundlage für sämtliche Arbeiten unseres Instituts.“

So landen beispielsweise alle Ergebnisse aus Simulationen auf den zentralen Microfocus-OES-File-Servern. Für die Prozesse ist es wichtig, dass diese Daten für die Auftraggeber in das RZ der Zentrale des Fraunhofer IWES repliziert werden können. Dabei handelt es sich um Daten unterschiedlichster Art, beispielsweise um Zeitreihen, die jederzeit wieder abrufbar sein müssen. Diese Zeitreihen sind die Basis für Prognosen, etwa zum Wetter, das für die Windkraft eine zentrale Rolle spielt.

Arcserve hilft dabei, das Speichern der ausgewerteten Informationen klar zu strukturieren, und ermöglicht dank des integrierten Storage- und Berichts-Managements bei Bedarf den schnellen und gezielten Zugriff auf Auswertungen. „Die Lösung ist für uns aber nicht nur ein reines Backup-Tool, sondern unterstützt bei einem möglichen Ausfall auch eine schnelle Wiederherstellung von Daten“, erklärt Langer.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die integrierten Backup-Pläne ermöglichen eine Kombination von entsprechenden Backup-Szenarien, die auf Full Backup und Inkremental-Backups setzen. Mit der Tape Integration von UDP werden host-basierte VMware-Backups auf Bänder ausgelagert. Die Tape-Auslagerung lässt sich so einfach konfigurieren und einsetzen. Die Auslagerung von Bändern ist ein wichtiger Prozess und eine zentrale Komponente in der Backup-Strategie des Instituts. Um die Einsatzoptionen zu erweitern, nutzt der Anbieter zudem eine Open-Source-Disaster-Recovery-Lösung, die sich schnell aufsetzen lässt und keinen zusätzlichen Aufwand erfordert. ­Damit kann bei Bedarf ein Betriebssystem innerhalb weniger Minuten wiederhergestellt werden, wodurch der laufende Betrieb einer Installation kaum gestört wird.


Über das Fraunhofer IWES

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG). Das Fraunhofer IWES hat zwei Institutsteile, einen in Bremerhaven und einen in Kassel. Die Forschungen umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie sowie die Integration der erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen. Die Erforschung von dezentralen Stromnetzen und Smart Grids sowie die Entwicklung effizienter Windkraftanlagen sind Schwerpunkte des Instituts.


Bildquelle: Fraunhofer IWES

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