18.04.2017 Warenhauskette setzt auf VoIP

Skype for Business statt Telefonhörer bei Karstadt

Die Karstadt Warenhaus GmbH legt den Telefonhörer endgültig aus der Hand und setzt stattdessen auf Skype for Business als Cloud-PBX.

Karstadt-Gebäude

Unter Denkmalsschutz steht bei Karstadt nur das Gebäude in Essen, in dem seit 1969 die Firmenzentrale untergebracht ist. Die Telefonanlage gehört nicht zu den schützenswerten Einrichtungen.

Im Zuge der Gebäudesanierung wird das Unternehmen seine Zentrale in Essen mit einer neuen Netzwerkinfrastruktur ausstatten und die Gelegenheit nutzen, die veraltete Telefonanlage durch eine Voice-over-IP-Lösung (VoIP) zu ersetzen. Den Ausschlag für die Entscheidung geben die attraktive Zukunftsperspektive sowie die günstigere Kostenstruktur im Vergleich zur Modernisierung der klassischen Telefonanlage. Zudem bietet Skype for Business zusätzliche Funktionalitäten hinsichtlich Unified Communications (UC) und eine Integration in die bereits genutzte Microsoft-Technologie Office 365 aus der europäischen Rechenzentrumsregion. Der Rollout ist für September 2017 geplant.

„Die Bedingungen für ein VoIP-Projekt waren ideal“, erzählt Jörg Hofer-Skaliks, Bereichsleiter in der IT bei der Karstadt Warenhaus GmbH. Der Support für die alte Telefonanlage lief Mitte 2016 aus. „Karstadt nutzt seit langem Microsoft Office und seit einem Jahr haben wir mit Exchange Online und Azure Storsimple auch Cloud-Services von Microsoft im Einsatz“, so Hofer-Skaliks weiter. Vor diesem Hintergrund ließ die Warenhauskette den auf Office 365 und die Cloud spezialisierten Microsoft-Partner Utilitas den Einsatz von Skype for Business durchrechnen.

Office 365 soll sich gut für Karstadt rechnen. Das evaluierte der Dienstleister vor der Einführung und lieferte damit eine Entscheidungsgrundlage für den Schritt in die Cloud. Zur positiven Gesamtrechnung trägt auch bei, dass Karstadt schon seit 2015 mit der hybriden Cloud-Speicherlösung Storsimple auf die Microsoft-Cloud vertraut. „Unser IT-Partner hat gezeigt, dass eine innovative Cloud-Lösung auch in einem Infrastruktur-Outsourcing-Umfeld machbar ist“, so Hofer-Skaliks von Karstadt.

Der nächste Schritt: Rollout


Der Rollout der neuen Skype-for-Business-Lösung als Cloud-PBX ist für September 2017 geplant, wenn die Modernisierung des Gebäudes abgeschlossen ist. Dann stehen den Mitarbeitern professionelle Anruffunktionen per IP-Telefon, PC bzw. in einem Folgeschritt auch per Smartphone ortsunabhängig zur Verfügung, heißt es. Skype for Business ermögliche das weltweite Telefonieren über das Netzwerk und das Internet. Dabei lasse sich jeder Anruf mit Video, Chat oder anderen Inhalten ergänzen.

Schon jetzt nutzen rund 100 Pilotanwender den cloud-basierten VoIP-Dienst. Nach dem Rollout werden rund 1.000 Mitarbeiter in der Zentrale in Essen via Office 365 telefonieren und damit auch das nächste Kapitel der Arbeitsplatzdigitalisierung am Standort fortschreiben. In den 79 Filialen sind weiterhin klassische Telefonanlagen im Einsatz. Aber auch sie sollen innerhalb der nächsten drei Jahre durch Cloud-PBX ersetzt werden. Dank der globalen Skalierbarkeit der Lösung soll es dafür keine technologischen Hürden geben.

Bildquelle: Karstadt

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