22.09.2017 Organe aus dem 3D-Drucker

So wichtig wird 3D-Printing in der Medizin

Der 3D-Druck könnte die Medizin revolutionieren. Davon sind zumindest viele Ärzte überzeugt, wie eine aktuelle Bitkom-Umfrage zu tage brachte.

3D-Druck in der Medizin

Wie wichtig wird der 3D-Druck in der Medizin?

Dabei werden Modelle zur OP-Vorbereitung schon heute im 3D-Drucker hergestellt. In Zukunft könnten auch menschliche Organe aus dem 3D-Drucker kommen. Mehr als jeder vierte Arzt (27 Prozent) geht laut Studie davon aus, dass menschliche Organe im Jahr 2030 per 3D-Druck hergestellt werden. Sieben Prozent erwarten, dass der Einsatz solcher Verfahren im deutschen Gesundheitswesen dann alltäglich sein wird.

Immerhin jeder fünfte der Befragten (21 Prozent) meint, dass diese Technologie zur Organherstellung 2030 vereinzelt eingesetzt werden wird. Vier von zehn Ärzten (39 Prozent) sagen aber auch, dass das Verfahren zu diesem Zeitpunkt noch im Entwicklungsstadium sein wird. Ein weiteres Viertel (25 Prozent) glaubt, dass der 3D-Druck für Ersatzorgane keine Rolle spielen wird.

Die Umfrage hat der Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Ärzteverband Hartmannbund durchgeführt. „Die Medizin bringt den 3D-Druck voran. Bereits heute können sich Ärzte an originalgetreuen Modellen auf anstehende Operationen vorbereiten, was gerade in komplizierten Fällen eine große Hilfe sein kann“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Zudem können Gewebestücke schon 3D-gedruckt werden, bald werden es komplette Organe sein.“

Kurzfristiges Einsatzpotential bescheinigen die Mediziner der Herstellung von Prothesen und Implantaten im 3D-Druckverfahren. Hier sagt knapp jeder Zweite (47 Prozent), dass dieses Verfahren 2030 alltäglich sein wird. Ein weiteres Drittel (33 Prozent) ist der Meinung, dass Prothesen und Implantate zukünftig zumindest vereinzelt aus dem 3D-Drucker kommen. 15 Prozent sind der Ansicht, dass dieses Verfahren noch im Entwicklungsstadium sein (13 Prozent) bzw. keine Rolle spielen wird (zwei Prozent). „Prothesen und Implantate aus dem 3D-Drucker sind maßgeschneidert. Sie können an den jeweiligen Patienten individuell angepasst werden“, so Rohleder. „Außerdem lassen sich im 3D-Druck feinste Strukturen nachbilden, wie dies in konventionellen Verfahren nicht möglich ist.“

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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