06.04.2017 Neue Cloud-Services von Nimble Storage

Speicherdienste für die Multi-Cloud

Von: Dr. Bastian Hallbauer-Beutler

Speziell für Multi-Cloud-Umgebungen hat Speicherspezialist Nimble Storage nun neue Services im Angebot, wie Sales Director Joachim Berger berichtet.

Joachim Berger, Nimble Storage

Joachim Berger, Sales Director DACH bei Nimble Storage

IT-DIRECTOR: Herr Berger, Nimble Storage will künftig auch den Markt für Cloud-Speicherlösungen adressieren. Woraus besteht das Angebot?
J. Berger:
Das Angebot basiert auf dem Service „Nimble Cloud Volumes“, kurz NCV. Dahinter steckt eine native Blockspeicherlösung in der Cloud, die sich an Kunden richtet, denen Amazon S3 oder Azure Storage nicht performant genug und Amazon EBS bzw. das Microsoft Pendant nicht sicher genug sind. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass wir hier keine Vendor-Lock-Strategie fahren, d.h. unsere Kunden profitieren davon, dass sie sich an keinen der beiden Anbieter binden müssen.

IT-DIRECTOR: Sie kooperieren auch mit Docker und sind Partner der Openstack-Allianz, wie sieht ihre generelle Strategie bezüglich Cloud-Speicherdiensten aus?
J. Berger:
Wir engagieren uns bereits seit mehr als zwei Jahren in der Openstack-Allianz, die Kooperation mit Docker ist ein Ergebnis des letzten Jahres. Wir sehen in beiden Technologien starke Wachstumstreiber, je nachdem welche Anforderungen die Unternehmen meistern wollen. Unsere Lösungen sind so aufgestellt, dass wir den Kunden, egal für welche Cloud-Strategie er sich entscheidet, dabei unterstützen, seine Herausforderungen zu meistern – sei es bei der klassischen Performance oder bei neuen Kapazitäts- oder Verfügbarkeitsansprüchen.

IT-DIRECTOR: Darüber hinaus arbeiten Sie auch mit Virtualisierungs-Anbietern wie VMware und Veeam zusammen. Wie passen diese Kooperationen Ihre Cloud-Strategie?
J. Berger:
Ähnlich wie bei den Cloud-Providern sind unsere Lösungen auch für Virtualisierungsanbieter offen. Im Zuge des Hybrid-Cloud-Trends, auf den hierzulande immer mehr Unternehmen setzen, ist es nur sinnvoll neben dem Cloud-Geschäft auch weiterhin Kooperationen im Virtualisierungsumfeld voranzutreiben.

IT-DIRECTOR: Warum sollten Unternehmen ihren Multi-Cloud-Speicherdienst in Anspruch nehmen?
J. Berger:
Unser Angebot richtet sich an Kunden, die Daten, Anwendungen und Services in die Cloud migrieren wollen. Bei der Migration ihrer Systeme in die Cloud setzten Unternehmen zunächst vor allem auf speziell für die Cloud entwickelte Anwendungen. Diese sind vorwiegend web-basiert und werden über mobile Endgeräte genutzt. Inzwischen beginnen Unternehmen damit, sogar herkömmliche Workloads wie CRM- und Finanzanwendungen sowie Produktionsdaten in die Cloud zu verlagern. Diese Anwendungen steuern oft wichtige Geschäftsprozesse und sind mit wesentlich höheren Speicheranforderungen verbunden. Zudem sind sie auf Verfügbarkeit der Enterprise-Klasse und Datendienste angewiesen, die über nativen Cloud-Speicher nicht zur Verfügung stehen. Aufgrund dieser Faktoren, der mangelnden Mobilität von Daten und unzureichender Transparenz über unterschiedliche Cloud-Umgebungen hinweg, standen die Verantwortlichen der Ausführung ihrer Geschäftsanwendungen in der Cloud bislang zögerlich gegenüber.

Mit den Cloud Volumes kombinieren wir die einfache Nutzung von Cloud-Diensten mit den Funktionen, die für die Ausführung von Firmenanwendungen erforderlich sind. Damit ist die IT-Abteilung in der Lage, Rechenleistung in einer Public Cloud in Verbindung mit den Speicherkapazitäten von unseren Cloud Volumes zu nutzen. Der Service lässt sich ebenso einfach verwalten wie nativer Cloud-Speicher, bietet zugleich jedoch die nötige Zuverlässigkeit und Datenbeständigkeit. Kunden können ihre Daten flexibel und kostengünstig sichern, da ihnen lediglich Kosten für geänderte Daten und nicht für zusätzliche vollständige Kopien entstehen. Die IT-Abteilung kann außerdem innerhalb kürzester Zeit Zero-Copy-Klone in der Public Cloud erstellen, mit denen sich schnell Test- und Entwicklungsumgebungen, Analysen und Bursting bereitstellen lassen. Die Cloud-Lösung ist auf eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent ausgelegt und erzielt eine Datenbeständigkeit, die eine Million Mal höher ist als die von nativem Cloud-Blockspeicher.

Die Cloud-Lösung beinhaltet Predictive-Analytics-Funktionen, mit denen Kunden ihre Daten in unterschiedlichen Cloud-Umgebungen auswerten können. Dadurch lassen sich Performance-Probleme schnell aufdecken und beheben, und die durch Analysen gewonnenen Erkenntnisse können für die Optimierung der Speicherkosten und Datenplatzierung genutzt werden.

IT-DIRECTOR: Was bieten Sie Kunden an, die ihre Daten lieber in private Clouds speichern möchten?
J. Berger:
Die Kunden nutzen die Private oder Public Cloud, um Prozesse zu vereinfachen, schneller und flexibler auf neue Anforderungen reagieren zu können und nicht mehr durch eine vorhandene Hardware-Infrastruktur eingeschränkt zu werden. Technisch sind das Software-Lösungen, die z.B. ein Self-Service Portal für die Erstellung von Diensten zur Verfügung stellen und die wiederum auf Hypervisor auf Basis Linux, VMware oder Microsoft zugreifen. Unsere Storage-Lösungen fügen sich dank ihrer Architektur und der Integration in VMware, Hyper-V, Docker oder Openstack nahtlos in diese Umgebungen ein und machen das Verwalten der eigentlichen Hardware obsolet.

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